RIZATRIPTAN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: Migränemittel / N02CC Selektive Serotonin-5HT1-Agonisten
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Wirkmechanismus
Rizatriptan bindet selektiv und mit hoher Affinität an die 5-HT1B und 5-HT1D-Rezeptoren und bewirkt eine Vasokonstriktion.
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Handelsnamen
Österreich Maxalt
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Tabletten, Lyotabletten)
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Indikationen
- Akutbehandlung von Kopfschmerzen während Migräneanfällen mit und ohne Aura
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Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- gleichzeitige Verabreichung von Monoaminoxidase (MAO)-Hemmern
- Einsatz innerhalb von 2 Wochen nach Absetzen einer MAO-Hemmer Therapie
- schwere Leber- oder Niereninsuffizienz (Crea. Clearence <15 ml/min)
- bei Patienten mit einem cerebrovaskulärem Ereignis oder transitorischen ischämischen Attacken (TIA)
- moderate, schwere oder unbehandelte leichte Hypertonie
- bestehende koronare Herzerkrankungen
- Anzeichen oder Symptome einer ischämischen Herzerkrankung oder Prinzmetal-Angina.
- periphere Gefäßerkrankung
- bei Jugendlichen unter 18 und Erwachsenen über 65 Jahren
- während der Schwangerschaft
- nach Einnahme 24h nicht stillen

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren:
Einzeldosis: 10 mg
maximale Tagesdosis: 20 mg
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Bauch- oder Brustschmerzen, verschwommenes Sehen, Hitzewallungen
ZNS: Schwindel, Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Parästhesien, verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Schlaflosigkeit, Hypästhesie, Tremor, Ataxie, Nervosität, Vertigo, Desorientiertheit
Herz und Kreislauf: Herzklopfen, Tachykardie, Hypertonie
Atmung: Rachenbeschwerden, Atemnot
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, trockener Mund, Durchfall, Verdauungsstörungen, Durst
Haut: Flush, Juckreiz, Schwitzen, Urtikaria
Muskel und Skelett: Nackenschmerzen, Steifigkeit, Schweregefühl, Verspannungen, Muskelschwäche
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Interaktionen
gleichzeitige Nahrungsaufnahme: Wirkungseintritt wird verzögert
Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Serotonin Syndrom (Schwäche, Hyperreflexie, Koordinationsstörungen)
Beta-Blocker: erhöhte Plasmakonzentration

Nebenwirkungen können bei gemeinsamer Anwendung von 5HT1B/1D –Agonisten und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, häufiger auftreten.
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Vorsichtsmaßnahmen
Sollte nur angewendet werden, wenn eine eindeutige Diagnose für Migräne vorliegt.
Nicht bei basilarer oder hemiplegischer Migräne anwenden.
Andere 5-HT1D-Agonisten (z.B. Sumatriptan) sollten nicht gleichzeitig mit Rizatriptan eingesetzt werden.
Rizatriptan sollte Patienten, bei denen eine nicht diagnostzierte Herzerkrankung wahrscheinlich ist oder die ein Risiko für eine koronare Herzerkrankung haben (KHK; z.B. Patienten mit Hypertonie, Diabetes, Raucher und Anwender einer Nikotin-Ersatztherapie, Männer über 40 Jahre, Frauen nach der Menopause, Patienten mit Schenkelblock und solche mit einer stark positiven Familienanamnese für KHK) nicht ohne vorherige Untersuchung gegeben werden.
Vorsicht bei Patienten mit leichter oder mäßiger Nieren- oder Leberinsuffizienz.
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Pharmakokinetik
wird rasch und vollständig resorbiert
Bioverfügbarkeit beträgt 40-45%
Proteinbindung ist 14%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 1-1,5h
Ausscheidung erfolgt zu 90% renal
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Allgemeine Beurteilung
Triptane sind heute Standardtherapie bei akutem Migräneanfall und sollten Ergotamin und DHE weitestgehend ersetzen.
Vorsicht bei KHK
Die Lyotabletten sind eine besonders geglückte Arzneiform, zumal ein Migräneanfall die Magenentleerung hemmt und aus den Lyotabletten der Wirkstoff im Mund resorbiert wird.
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