ATC-Code: N01BA Lokalanästhetika / Ester der Aminobenzoesäure
Lokalanästhetika blockieren die Natriumkanäle und verhindern so Bildung und Fortleitung von Aktionspotentialen.
Da Procain im Gewebe rasch hydrolysiert wird, ist es relativ ungiftig und kurz wirksam.
Der Wirkungseintritt ist abhängig von Dosis, Ort und Art der Anwendung und beträgt zwischen 2 und 10 Minuten.
invasiv: Ampullen und Durchstichflaschen
- Injektions- und Leitungsanästhesie
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Myasthenia gravis
- Cholinesterasemangel
- gleichzeitige Behandlung mit Sulfonamiden und Cholinesterasehemmern
- Hypotonie
- hochgradige Form der Bradykardie
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art (im Vergleich zu anderen Lokalanästhetika relativ häufig), Schwindel, Benommenheit und Kollaps
ZNS und Sinnesorgane: Brechreiz, Unruhe, Erbrechen, Zittern, Angst, Verwirrtheit, Sehstörungen, Müdigkeit, Sprachstörungen, Muskelzucken bis hin zu Konvulsionen, Koma, Atemdepression (dies sind meist erste Anzeichen einer Überdosierung
Herz und Kreislauf: AV-Überleitungsstörungen bis zum totalen AV-Block, Herzstillstand
Atmung: Bronchospasmus, Larynxödem, anaphylakt. Schock
Magen-Darm-Trakt: Durchfall
Sulfonamidantibiotika: antibiotische Wirkung nimmt ab
Cholinesterasehemmer und Acetazolamid: Hemmung des Abbaus von Procain
Muskelrelaxantien: Wirkung der Muskelrelax. wird verstärkt
Antiarrhythmika, Beta-Blocker, Kalziumantagonisten: additiv hemmende Wirkung auf das Herz
langsam unter wiederhohlter Aspiration infiltrieren
intravasale Applikation muss unbedingt vermieden werden.
nicht in entzündetes Gewebe injizieren
Sulfit ist sehr reaktionsfähig, die Kombination mit anderen Medikamenten sollte vermieden werden.
Procain schränkt die Reaktionsfähigkeit ein.
nicht für die Anwendung in der Zahnheilkunde geeignet