DEXIBUPROFEN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Dexibuprofen
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: M01AE Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika / Propionsäure-Derivate
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Wirkmechanismus
Dexibuprofen hemmt die Cyclooxygenase und damit die Prostaglandinsynthese. Es wirkt somit antiphlogistisch, antipyretisch analgetisch und hemmend auf die Thrombozytenaggregation.
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Handelsnamen
Österreich Eu-Med Neu, Seractil
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Tabletten)
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Indikationen
- akute und chronische Arthritis
- Arthrosen
- entzündliche rheumatische Erkrankungen
- zur Behandlung von symptomatischen Schmerzen und schmerzhaften Schwellungen
- bei Infektionen mit Entzündungen
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Kontraindikationen

absolut - bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
- akute perioperative Schmerzzustände, Asthma Bronchiale, floride Magen-Darm-Ulcerationen, unkontrollierte Hypertension, bestehende beträchtliche Nierenschädigung, bestehende Koagulopathie, bestehende starke Leberschädigung, Kinder unter 8 Jahren, Schwangerschaft im letzten Trimenon
.
relativ Pat. mit allerg oder system Erkrankungen, Pat. mit Autoimmunerkrankungen, Pat. mit Ulkusanamnese, Pat. mit bestehender ZNS-Dysfunktion, Pat. mit KHK, in der Schwangerschaft im ersten und zweiten Trimenon sowie in der Stillperiode unter strenger Indikation und in möglichst niedriger Dosierung

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
3-4mal täglich 200-400 mg
Die maximale Tagesdosis von 1200 mg sollte dabei nicht überschritten werden.
Kinder und Jugendliche von 8-16 Jahren 3mal täglich 100 mg
Dexibuprofen ist ein Enantiomer des Ibuprofen. Durch die Verwendung Dexibuprofen kann die Dosiseinstellung erleichtert werden.

Siehe auch Fachinformation: Austria-Codex, VIDAL
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art

ZNS: Kopfschmerzen, Schwindel, Reizbarkeit

Herz und Kreislauf: periphere Ödeme, Flüssigkeitsretention

Magen-Darm-Trakt: Nausea, Erbrechen, epigastr. Schmerzen, Diarrhoe, Obstipation, okkulte Blutungen, gastroduodenale Ulzera mit Blutungen

Leber und Pancreas: Leberfunktionsstörungen

Niere und Blase: Nierenfunktionsstörungen, interstitielle Nephritis, nephrot. Syndrom, Papillennekrose

Haut: Hautausschläge, Alopezie
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Interaktionen
Azida: analget. Effekt↑ renale Clearence↓
Antazida: analget. Effekt↓ renale Clearence↑ bzw. Absorption↓
Aldosteronantagonisten: diuret. Effekt↓ Natriurese↓
Antidiabetika (orale): hypoglycäm. Effekt↑ Proteinbindung↓ bzw. Elimination.↓
Antihypertensiva: antihypertensiver Effekt↓ Natrium + Wasser-Retention↑
Antikoagulantien (orale): Thromboz.-Aggregation↓ Thromboxansynthese↓ hypothrombinäm. Effekt↑ Proteinbindung↓
Corticosteroide: ulcerogener Effekt↑ additive Wirkung
Digoxin: Plasmaspiegel↑ renale Clearence↑
Diuretika: analget. Effekt↓ Na+Wasser-Retention↑ diuret. Effekt↓ antihypertensiver Effekt↓
K-sparende Diuretika: Hyperkaliämie K-Retention↑
Lithium: Toxizität↑ renale Clearence↓ Plasmaspiegel↑
Methotrexat: Toxizität↑ renale Clearence↓ bzw. Plasmaspiegel↑ Plasmaproteinbindung↓
Phenytoin: Plasmaspiegel↑ Plasmaproteinbindung↓
Urikosurika: analget. Effekt↑ renale Clearence↓ urikosur. Effekt↓ renale Clearence↑
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Vorsichtsmaßnahmen
Bei Langzeitbehandlung oder hoher Dosierung sollte regelmäßig die Leber- und Nierenfunktion, der Gerinnungsstatus, der Kalium- und der Lithiumspiegel kontrolliert werden.
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Pharmakokinetik
Absorption: zum Teil im Magen und anschließend vollständig im Dünndarm

Verteilung: Proteinbindung: 99%
Halbwertszeit: Maximale Plasmakonzentration nach ca. 1-2h
terminale β-Halbwertszeit: 2-3,5h
Ausscheidung: Nach Hydroxylierung und Carboxylierung in der Leber erfolgt die Auscheidung hauptsächlich (90%) renal und nur teilweise biliär.
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Allgemeine Beurteilung
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