SUMATRIPTAN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Sumatriptan
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: Migränemittel / N02CC Selektive Serotonin-5HT1-Agonisten
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Wirkmechanismus
Sumatriptan ist ein selektiver Agonist an den 5-Hydroxytryptamin-1-(5HT1) Rezeptoren von Gefäßen und bewirkt eine Vasokonstriktion. Die Wirkung setzt nach ca. 30 Minuten ein.
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Handelsnamen
Österreich Imigran
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Anwendungsarten
nicht invasiv:
oral (Tabletten)
Nasenspray
Suppositorien

invasiv:
Ampullen
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Indikationen
- akute Migräneanfälle mit und ohne Aura
(Ampullen auch zur Akutbehandlung des Horton-Syndroms)
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Kontraindikationen
- bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- gleichzeitige Verabreichung mit Ergotamin oder MAO-Hemmern
- Symptome einer ischämischen Herzerkrankung
- Herzinfarkt
- Prinzmetal Angina/koronaren Vasospasmen
- apoplektischer Insult
- TIA (transitorisch ischämische Attacken)
- periphere Gefäßerkrankungen
- moderate bis schwere Hypertonie
- leichte unkontrollierte Hypertonie
- schwere Nierenfunktionsstörungen (Crea.-Clearence <15 ml/min)
- schwere Leberfunktionsstörung
- bei Jugendlichen unter 18 und Erwachsenen über 65 Jahren
- im ersten Trimenon einer Schwangerschaft und in den letzten 6 Wochen vor der Geburt
- nach Einnahme 24h nicht stillen

Einnahme von Ergotaminen und Ergotaminderivaten (einschließlich Methysergid), Sumatriptan und anderen 5-Hydroxytryptamin1 (5-HT1) Rezeptoragonisten siehe Vorsichtsmaßnahmen

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren siehe Herstellerangaben.
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, visuelle Beeinträchtigung, vorübergehender Verlust der Sehkraft
ZNS: Kribbeln, Hitzegefühl, Unwohlsein, Erschöpfung, Schwindel, Benommenheit, Schmerzen, Schweregefühl, Druck- und Engegefühl, Krämpfe
Herz und Kreislauf: Bradykardie, Tachykardie, Herzklopfen, vorübergehender Blutdruckanstieg, Vasospasmen der Koronararterien, Myokardischämie, Angina pectoris, ischämische Kolitis
Atmung: Reizungen oder Brennen in Nase und Rachen, Nasenbluten (bei Nasenspray)
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen
Haut: Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz, Ödemen im Gesicht bis hin zu Fällen einer Anaphylaxie
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Interaktionen
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI´s): es können Wechselwirkungen auftreten
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Vorsichtsmaßnahmen
Nur bei gesicherter Migränediagnose anwenden.
Sumatriptan ist nicht zur Behandlung der hemiplegischen, basilären oder ophthalmoplegischen Migräne indiziert.
Darf Patienten mit Risikofaktoren für ischämische Herzerkrankungen, einschließlich schwere Raucher oder Anwender von Nikotinsubstitutionstherapien, nicht ohne vorheriger kardiovaskulärer Untersuchung verordnet werden
Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, die eine gleichzeitige Therapie von Sumatriptan und SSRI's benötigen.
Andere neurologische Krankheiten ausschließen.
Besondere Vorsicht ist bei Frauen in der Menopause und Männern über 40 geboten.
Bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen ist Vorsicht geboten.
Spritzampullen dürfen nicht intravenös verabreicht werden.
24 Stunden vor und 6 Stunden nach Sumatriptan darf kein Ergotamin eingenommen werden.
Bei Schwangeren sollte nur eine geringe Dosis verabreicht werden.
Da Benommenheit als Begleiterscheinung der Migräne oder der Sumatriptanbehandlung auftreten kann, ist eine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit möglich.
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Pharmakokinetik
Tabletten, Nasenspray, Suppostorien:
Sumatriptan wird rasch resorbiert
Bioverfügbarkeit beträgt ca. 14%
Proteinbindung: 14-21%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 45min
Eliminationshalbwertszeit beträgt ca. 2h
wird zu 80% renal ausgeschieden

Ampullen:
Sumatriptan wird rasch resorbiert
Bioverfügbarkeit beträgt ca. 20%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 1,5h
Eliminationshalbwertszeit beträgt ca. 2h
wird zu 80% renal ausgeschieden
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Allgemeine Beurteilung
Triptane sind heute Standardtherapie bei akutem Migräneanfall und sollten Ergotamin und DHE weitestgehend ersetzen.
Vorsicht bei KHK
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