– ATC-Code: A02BA Mittel zur Behandlung des peptischen Ulkus / Histamin-H2-Rezeptorantagonisten
Ranitidin ist ein selektives H2-Antihistaminikum. Es blockiert somit einen wesentlichen Stimulus der Säureproduktion.
nicht invasiv: oral (Tabletten)
invasiv: Ampullen
- Behandlung und Prophylaxe von Erosionen und Ulcera in Duodenum oder Magen
- Anastomosenulcera
- Refluxösophagitis
- Zollinger-Ellison-Syndrom
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Akut intermittierdende Porphyrie
- Stillzeit
- in der Schwangerschaft und bei Kindern unter 14 Jahren nur unter strengster Indikation
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Arthralgie, Myalgie
ZNS: Schwindel, Schlaflosigkeit, Konfusionen, Halluzinationen, Depressionen, Akkomodationsstörungen
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Obstipation, Diarrhoe
Leber und Pankreas: Transaminasenerhöhung, Hepatitis, akute Pankreatitis,
Blut: Leukopenie, Thrombozytopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, aplastische Anämie
Endokrinum: Gynäkomastie, Libidoverlust und Potenzstörungen
Haut: Hautausschläge, vermehrter Haarausfall
Antacida: Ranitidinresorption wird verringert (mit
der Einnahme mind. 2h warten)
Ketokonazol, Acetylsalicylsäure, Tetracycline, Vitamin B12: Aufnahme (pH-abhängig) wird vermindert
Vor Therapiebeginn muss eine maligne Erkrankung des Magens oder des Ösophagus ausgeschlossen werden.
Bei Langzeittherapie und Anwendung hoher Dosen sollte Leberfunktion und Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.
H2-Blocker werden bei Kurzzeittherapie bzw. Prophylaxe angewendet: rascher Wirkungseintritt, gute Wirkung.