ORPHENADRIN/PARACETAMOL
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Orphenadrin
Paracetamol
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Wirkmechanismus
Paracetamol wirkt analgetisch und antipyretisch, Orphenadrin wirkt als Muskelrelaxans den durch Muskelspasmen ausgelösten Schmerzen entgegen und trägt so zur analgatischen Wirkung von Paracetamol bei.
Außerdem hat Orphenadrin einen leichten euphorisierenden Effekt.
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Handelsnamen
Österreich Norgesic
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Anwendungsarten
nicht invasiv:
- oral (Tabletten)
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Indikationen
- Muskelverletzungen
- Verrenkungen und Verstauchungen
- Fibrositis, Myositis, Myalgie,
- Peitschenschlagsyndrom
- akuter Torticollis
- Spannungskopfschmerz
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirk- oder Hilfsstoffe
- Myasthenia gravis
- Engwinkelglaukom
- Prostataadenom mit Restharnbildung
- übermäßiger Alkoholkonsum
- ausgeprägte Leber- oder Nierenfunktionseinschränkung
- genetisch bedingter G-6-PD-Mangel
- Tachyarrhythmien
- mechan. Stenosen im Magen-Darm-Trakt

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Dosierung
Standarddosierung

2 mal täglich 70 mg Orphenadrin und 900 mg Paracetamol
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Akkomodationsstörungen, Schwindel, Glaukomanfall,
Herz und Kreislauf: Tachykardie,
Atmung: Asthma, Heuschnupfen,
Magen-Darm-Trakt: Mundtrockenheit, Übelkeit
Leber und Pankreas: Leberschädigung mit Hyper- und Hypoglycämie
Nieren und Blase: Miktionsbeschwerden, Nierenschädigung
Blut: Methämoglobinämie
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Interaktionen
Amantadin, Chinidin, trizykl. Antidepressiva: anticholinerge Wirkung verstärkt
leberenzyminduzierende Arzneimittel
(z.B.: Barbiturate, Rifampicin, Antiepileptika): vermehrt toxische Metabolite
Chloramphenicol: Chloramphenicolhalbwertszeit wird deutlich verlängert
Salicylamid: Kumulation von Paracetamol möglich
Metoclopramid: Resorption von Paracetamol erhöht
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Vorsichtsmaßnahmen
Nicht länger als zehn Tage hintereinander anwenden.
Die Reaktionsfähigkeit wird reduziert.
Bei längerem Gebrauch oder überhöhter Dosierung (mehr als 2g Paracetamol pro Tag) sind schwere Leberschäden und Nierenschädigungen (Gefahr einer Analgetikanephropathie) nicht auszuschließen.
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Pharmakokinetik
Paracetamol wird gut resorbiert
Proteinbindung: 5-10%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 0,5-1,5h
terminale β-Halbwertszeit: 1,5-2,5h
Nach hepatischer Biotransformation durch Kopplung an Glutathion erfolgt die Ausscheidung renal.
Orphenadrin verteilt sich rasch im gesamten Gewebe und hat eine Eliminationshalbwertszeit von 14-17h.
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Allgemeine Beurteilung
Die Kombination von Paracetamol und Orphenandrin wirkt muskelrelaxierend und mäßig analgetisch.
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