– ATC-Code: A02BC Mittel zur Behandlung des peptischen Ulkus / Protonenpumpenhemmer
Omeprazol hemmt als Protonenpumpenhemmer dosisabhängig die H+/Na+-ATPase der Belegzellen des Magens. Dadurch wird der Transport von Protonen ins Magenlumen und somit die Salzsäurebildung reduziert.
Da die Hemmung rezeptordistal stattfindet, ist die Ursache der Säurestimulation gleichgültig.
nicht invasiv:
- oral (Kapseln)
invasiv:
- Trockenstechampullen
- Ulcus duodeni und ventriculi oder Erosionen im Zusammenhang mit einer NSAR-Behandlung
- Ulcus duodeni
- Ulcus ventriculi
- Begleitmedikation bei H.P.-Eradikationstherapie
- gastro-ösophageale Refluxerkrankung
- säurebedingte Dyspepsie
- Zollinger-Ellison Syndrom
- bei Risiko einer Aspiration während einer Vollnarkose
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Anwendung in Schwangerschaft und Stillperiode nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- Kinder unter 2 Jahren
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Kopfweh, Schwindel, Parästhesien, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Depression, Agitiertheit, Halluzinationen
Herz und Kreislauf: periphere Ödeme,
Magen-Darm-Trakt: Durchfall, Verstopfung, Darmschmerzen, Flatulenz, trockener Mund, Stomatitis
Leber und Pankreas: erhöhte Leberenzyme, Hepatitis, Leberversagen
Endokrinum: Gynäkomastie
Blut: Leukopenie, Thrombopenie, Agranulozytose, Panzytopenie
Haut: Rash, Urtikaria, Pruritius, Photosensitivität, Erythema multiforme
Ketoconazol: Resorption wird vermindert
Diazepam, Warfarin, Phenytoin und andere durch CYP2C19 metabolisierte Medikamente: Abbau wird verlangsamt
Clarithromycin: Plasmakonzentration von Omeprazol steigt
Vor Therapiebeginn muss eine maligne Erkrankung des Magens oder des Ösophagus ausgeschlossen werden.
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Dosis anzupassen.
Protonenpumpenhemmer sind Mittel der Wahl zur Langzeitbehandlung oder Prophylaxe von Ulcuc ventriculi oder Duodeni.
Nicht geeignet zum fallweisen Einsatz, da verzögerter Wirkungseintritt.