Natriumaurothiomalat zählz zu den disease modifying antirheumatic drugs (DMARD).
Gold wird bei dauernder Zufuhr lysosomal angereichert. Dadurch wird die Migrationsfähigkeit beeinträchtigt und die Teilnahme an Immunreaktionen reduziert.
Wirkung ist erst nach 3-4 Monaten zu erwarten; Natriumaurothiomalat zeigt keinen Effekt auf IL-1 und TNF.
invasiv:
- Ampullen zur intraglutealen i.m.-Injektion
Basistherapie der:
- progredienten chronischen Polyarthritis
- juvenilen chronischen Polyarthritis
- Arthritis psoriatica
- Überempfindlichkeit gegenüber Gold und anderen Schwermetallen
- schwere Leber- und Nierenschäden
- Anämie, Thrombopenie, Leukopenie, hämorrhagische Diathese
- schwer einzustellender, insulinpflichtiger Diabetes mellitus
- Tuberkulose
- Colitis
- Kollagenosen
- allergische Disposition
- Schwangerschaft und Stillperiode
Insgesamt schlechter verträglich als Auranofin
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Kopfschmerzen, Schüttelfrost
ZNS: Neuropathien, Gold-Enzephalopathie
Sinnesorgane: Konjunktivitis und korneale Goldablagerungen, Hornhautulzerationen
Herz und Kreislauf: Tachyarrhythmie, Blutdruckabfall
Atmung: Bronchiolitis, Lungenfibrose, Alveolitis
Magen-Darm-Trakt: Stomatitis, Enterokolitis
Leber und Pankreas: pathologische Leberwerte, Cholestase, Leberzellnekrosen
Nieren und Blase: Proteinurie, Goldnephropathie
Blut: Thrombopenie, Granulozytopenie, Anämie, Immunsuppression
Haut: Hautausschläge, Juckreiz, Haarausfall, Photosensibilisierung, Dermatitis, Lichen ruber planus, Flush
Die Kombination mit anderen potentiell hämatotoxischen Medikamenten (Phenylbutazon, Metamizol, Chloroquin, Zytostatika, Immunsuppressiva) ist zu vermeiden.
Sulfhydrylreagentien (Penicillamin, Dimercapol oder N-Acetylcystein) steigern die Goldausscheidung und können so die toxische Wirkung verstärken.
Besondere Vorsicht bei Hautausschlägen, anamnestischen Leber- oder Nierenerkrankungen, schwerer Hypertonie und bei Durchblutungsstörungen.
Die Kombination mit anderen potentiell hämatotoxischen Medikamenten (Phenylbutazon, Metamizol, Chloroquin, Zytostatika, Immunsuppressiva) ist zu vermeiden.
Bei rapider Verschlechterung der Sehschärfe-Therapieabbruch und augenärztliche Kontrolle (Schädigung des Nervus opticus möglich!)
Zu Beginn der Therapie sind wöchentlich Leukozyten und Urin, sowie alle zwei Wochen Hämoglobin, Erythrozyten, Blutbild, Thorombozyten, Gamma-GT, alkal. Phosphatase und Kreatinin zu kontrollieren.
Vorsicht bei Patienten, die antinukleäre Faktoren bilden, beirheumatoider Arthritis mit viszeraler Beteiligung und bei Erythrodermie (Lupus erythematodes-ähnliches Bild kann sich entwickeln)
Rheumabasistherapeutikum zweiter Wahl