Milnacipran hemmt sowohl die Wiederaufnahme von Serotonin als auch von Noradrenalin. Die Wirkung ist vergleichbar mit der von selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und trizyklischen Antidepressiva.
nicht invasiv: oral (Kapseln)
- depressive Episoden bei Erwachsenen
absolut:
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- MAO-Hemmer-, selektiver MAO-B-Hemmer-, Digitalis- oder 5-HT1D-- Agonisten-Medikation
- Stillperiode
- Kinder unter 15 Jahren
relativ:
- parenterales Adrenalin und Noradrenalin, Clonidin, selektive MAO-A-Hemmer
- Prostatahypertrophie
- Schwangerschaft
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Schwindel, Hyperhidrosis, Angst, Hitzewallungen, Zittern, Agitiertheit
Herz und Kreislauf: Herzklopfen, Hypertension, Hypotension
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Obstipation
Leber und Pankreas: Transaminasenanstieg
Nieren und Blase: Dysurie
Haut: Hautausschlag, Juckreiz
Adrenalin und Noradrenalin: hypertone Krise, Rhythmusstörungen
Lithium: serotoninerges Syndrom möglich
Vorsicht bei Suicidgefahr
Vorsicht bei Patienten mit Engwinkelglaukom
nicht mit Alkohol kombinieren
Patienten mit Bluthochdruck oder Herzerkrankungen engmaschig kontrollieren.
Die Wirksamkeit zeigt sich wie auch bei allen andern Antidepressiva erst nach 1-3 Wochen.
Eventuell ist zu Therapiebeginn eine Begleitmedikation mit Sedativa oder Anxiolytika angezeigt.
Milnacipran soll bei Behandlungsende ausgeschlichen werden.
Milnacipran ist anwendbar, wenn SSRI nicht verwendet werden können und trizyklische Antidepressiva nicht vertragen werden.