METAMIZOL
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Metamizol natrium
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: N02BB Andere Analgetika und Antipyretika / Pyrazolone
– "Peripheres" Analgetikum
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Wirkmechanismus
Reversible Hemmung der Cyclooxygenase (auch zentrale Effekte)
– analgetisch
– antipyretisch
– schwach antiphlogistisch
– spasmolytisch (als einziges "peripheres" Analgetikum)
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Handelsnamen
Österreich Inalgon, Novalgin
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Anwendungsarten
nicht invasiv:
oral (Tropfen, Tabletten)
Suppositorien
invasiv:
Ampullen
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Indikationen
Tabletten, Tropfen, Suppositorien:
- schmerzhafte Spasmen der Harn- und Gallenwege
- starke akute Schmerzen
- starke Schmerzen bei teminalen Schmerzzuständen
- Tumorschmerzen
- schwere Fieberzustände

Ampullen:
Dürfen nur angewendet werden, wenn eine enterale oder rektale Anwendung nicht in Frage kommt.
- Für akute starke Schmerzzustände in der prä- oder postoperativen Schmerzbekämpfung
- bei akuten starken Schmerzen
- nach Verletzungen und Operationen
- bei Tumorschmerzen und bei nicht entzündlichen arthrotischen Gelenksveränderungen oder Lumbago
- bei starken spastischen Schmerzen, z.B.: Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, der Gallenwege, der Nieren und der unteren Harnwege
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Kontraindikationen
bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
Absenz von Reanimationsmöglichkeiten (i.v.Gabe)
Pyrazolonallergie
Porphyrie
Blutbildstörungen
Langzeitanwendung
Schock
Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel
nach der 30. Schwangerschaftswoche
Kinder mit einem Körpergewicht unter 5kg,
Bei geringfügigen Schmerz- und Fieberzuständen darf Metamizol nicht angewendet werden.

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
Einzeldosis: 500 – 1000 mg (p.o.), 1000 mg (rektal) 500-1000 mg (i.v., langsamst über 15 min.)
maximale Tagesdosis: 5-7,5 g
siehe Herstellerangaben
Siehe auch Fachinformation: Austria-Codex, VIDAL
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
Herz und Kreislauf: starke Vasodilatation, Hypotension bei rascher i.v. Gabe bis Herz-Kreislauf-Stillstand, Herzklopfen, Beklemmungsgefühl als Prodromalsymtome für Anaphylaxie
Atmung: AIA (aspirin-induced-astma), Bronchospasmus
Magen-Darm-Trakt: unspezifische Abdominalbeschwerden
Nieren und Blase: gelegentlich durch Stoffwechselprodukt induzierte Rotfärbung des Harns
Blut: Agranulozytose
Haut: starkes Schwitzen, Juckreiz, Lyell-Syndrom
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Interaktionen
Cyclosporin: der Cyclosporin-Spiegel kann gesenkt werden
Alkohol: Metamizol und Alkohol können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen.
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Vorsichtsmaßnahmen
Schwangerschaft: Im 1. Trimenon soll das Präparat nur im Notfall angewendet werden.
Wegen des Verdachts der Dosisabhängigkeit des nicht allergischen Blutdruckabfalls bedarf die Gabe von mehr als 1 g Metamizol einer besonders strengen Indikationsstellung.
Akutallergische Reaktionen/Herz-Kreislauf-Stillstände sind nicht dosisabhängig und treten akut oder nach einem Intervall auf.
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Pharmakokinetik
Die Resorption bei oraler Gabe erfolgt rasch und vollständig.
maximale Plasmakonzentration nach ca.
die Plasmahalbwertszeit beträgt 1,8 – 4,6h
Metamizol wird zu Phenazonderivaten metabolisiert, und größtenteils renal eliminiert.
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Allgemeine Beurteilung
Gutes spasmolytisches Analgetikum und Antipyretikum. Bei intravenöser Gabe ist die Kurzinfusion am sichersten.
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