MEPIVACAIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Strukturformel
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Strukturformel 
Mepivacain
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
ATC-Code: N01BB Lokalanästhetika / Amide
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Wirkmechanismus
Mepivacain ist ein Lokalanästhetikum mit raschem Wirkungseintritt und reversibler Blockade vegetativer, sensorischer und motorischer Nervenfasern sowie der Erregungsleitung des Herzens.
Es wirkt durch Verringerung der Natrium-Leitfähigkeit der Nervenmembran.
Im Vergleich zu anderen Lokalanästhetika zeichnet es sich durch geringe vasodilatierende Wirkung aus.
Die anästhetische Wirkung von Mepivacain ist stärker als die von Procain, die Toxizität ist geringer als die von Lidocain.
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Handelsnamen
Österreich Mepinaest purum, Scandicain, Scandonest
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Anwendungsarten
invasiv: Ampullen und Durchstichflaschen
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Indikationen
- Infiltrations- und Leitungsanästhesie
- Sympathikusblockade
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Parazervikalblockade in der Geburtshilfe
- hochgradige Form von Bradykardie, AV-Block II° und III°, andere Überleitungsstörungen
- manifeste Herzinsuffizienz
- schwere Hypotonie
- Injektion in entzündetes Gewebe
- Schwangerschaft
- Kinder unter 12 Jahren (2%ige Lösung)
- spezielle Kontraindikationen bei Periduralanästhesie

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Dosierung
Standarddosierung
Es sollte die niedrigste Dosis, mit der ausreichende Anästhesie erreicht wird angewandt werden.
Maximaldosis: 300 mg
in der HNO-Heilkunde: 200 mg
bei Kindern nicht mehr als 5 mg/kgKG und keine 2%ige Lösung
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, bei Lumbalanästhesie Kopf- und Rückenschmerzen
ZNS: Schwindel, Benommenheit, Kollaps, Unruhe, Zittern, Angst, Verwirrtheit, Sehstörungen, Ohrensausen, Muskelzuckungen, Sprachstörungen, Koma, zentrale Atemlähmung
Herz und Kreislauf: AV-Überleitungsstörungen bis hin zum totalen AV-Block, Bradykardie, Herzstillstand
Atmung: Dyspnoe (bei Lumbalanästhesie)
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen
Haut: Urtikaria
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Interaktionen
Antiarrhythmika, beta-Blocker und Kalziumantagonisten: additiv hemmende Wirkung auf AV-Überleitung, Reizausbreitung und Kontraktionskraft
Aprindin: Summation der Nebenwirkungen
zentrale Analgetika und Ether: toxischer Synergismus
nicht depolarisierende Muskelrelaxantien: Wirkungsverlängerung der Relaxantien
Vasokonstriktoren: Wirkungsverlängerung von Mepivacain
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Vorsichtsmaßnahmen
Intravasale Anwendung ist zu vermeiden.
besondere Vorsicht ist geboten bei:
- eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
- gleichzeitiger Medikation mit Antiarrhythmika
- Störung der Blutgerinnung
- Gefäßverschlüssen
- Arteriosklerose
- Nervenschädigung (va. diabet. Neuropathie)
24 h nach Anwendung sollte nicht gestillt werden
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Pharmakokinetik
Mepivacain ist lipophil
Proteinbindung.68-78%
Plasmahalbwertszeit: 2-3h
Nach hepatischer Metabolisierung wird Mepivacain renal ausgeschieden
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