LORNOXICAM
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Strukturformel
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Strukturformel 
Lornoxicam
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: M01AC Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika / Oxicame
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Wirkmechanismus
Lornoxicam hemmt COX I+II, die Interleukin-6-Produktion sowie die induzierbare NO-Synthetase.
Die starke analgetische Wirkung von 16 mg Lornoxicam (i.m.) ist dem analgetischen Effekt von 20 mg Morphin (i.m.) vergleichbar.
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Handelsnamen
Österreich Xefo, Xefo rapid
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Anwendungsarten
nicht invasiv:
– oral (Filmtabletten)

invasiv:
– Trockensubstanz zur Injektion (i.m., i.v.)
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Indikationen
zur Kurzzeitbehandlung von mittelstarken Schmerzen wie z.B. Schmerzen nach einer Zahnoperation, Behandlung von Schmerzen in Zusammenhang mit akuten Lumbalgien und Ischiassyndrom, symptomatische Behandlung von Schmerzen und Entzündungen bei rheumatoider Arthritis und Osteoarthritis
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Kontraindikationen

absolut – bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
– Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
– akute perioperative Schmerzzustände, Asthma Bronchiale, floride Magenulcerationen, unkontrollierte Hypertension, bestehende beträchtliche Nierenschädigung, bestehende Koagulopathie, gastrointestinale Blutungen, ZNS-Blutungen, andere Blutungsstörungen, bestehende starke Leberschädigung, betstehende Herzinsuffizienz, – –– Kinder unter 18 Jahren
– Schwangerschaft und Stillzeit
relativ .
Pat. mit allerg. oder system. Erkrankungen
Pat. mit Autoimmunerkrankungen
Pat. mit Ulkusanamnese
Pat. mit bestehender ZNS-Dysfunktion
Pat. mit KHK

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Tagesdosis von 8-16 mg/Tag in 2-3 Einzeldosierungen
Initialdosis bei rheumatoider Arthritis und Osteoarthritis: 12 mg/Tag
maximale Tagesdosis: 16 mg
.
Siehe auch Fachinformation: Austria-Codex, VIDAL
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Nebenwirkungen
Häufig sind:
Nebenwirkungen im Bereich des Gastrointestinaltraktes wie z.B.: Bauchschmerzen, Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen und Dyspepsie aber auch allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindel und Hautreizungen an der Injektionsstelle


Seltener sind:
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS und Sinnesorgane: Erregung, Depression, Schlaflosigkeit, Somnolenz, Appetitveränderungen, Sehstörungen, Tinnitus, Konjunktivitis, Geschmacksveränderungen
Herz und Kreislauf: Ödeme
Magen-Darm-Trakt: Stomatitis, Obstipation, Dysphagie, Flatuleunz, Mundtrockenheit, Gastritis, Refluxösophagitis, Magenulcera mit und ohne Blutung, hämorrhoidale Blutungen,
Leber und Pancreas: gestörte Leberfunktion
Niere und Blase: Miktionsstörungen,
Blut: verlängerte Blutungsdauer, Thrombopenie, Anämie,
Haut: Pruritius, Haarausfall, Dermatitis, Schwitzen,
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Interaktionen
Azida: analget.Effekt ↑, renale Clearence ↓
Antazida: analget. Effekt ↓, renale Clearence ↑
Aldosteronantagonisten: diuret. Effekt ↓, Natriurese ↓
Antidiabetika (orale): hypoglycäm. Eff. ↑, Proteinbindung bzw. Elimination ↓
Antihypertensiva: antihypertensiver Effekt ↓, Natrium + Wasser-Retention ↑
Antikoagulantien (orale): Thromboz.-Aggr. ↓, Thromboxansyn. ↓, hypothrombinäm. Effekt ↑, Proteinbindung ↓
Corticosteroide: ulcerogener Effekt ↑, additive Wirkung
Digoxin: Plasmaspiegel ↑
Diuretika: analget. Effekt ↓, Na+Wasser-Retent. ↑, diuret. Effekt ↓, renale Clearence ↑, antihypertensiver Effekt ↓
K-sparende Diuretika: Hyperkaliämie, K-Retention ↑
Lithium: Toxizität ↑, renale Clearence ↓, Plasmaspiegel ↑
Methotrexat: Toxizität ↑, renale Clearence ↓, Plasmaspiegel ↑
Phenytoin: Plasmaspiegel ↑, Plasmaproteinbindung ↓
Urikosurika: analget. Effekt ↑, renale Clearence ↓, urikosur. Effekt ↓, renale Clearence ↑
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Vorsichtsmaßnahmen
– Die Tagesdosis bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion sollte 12 mg nicht überschreiten.
– Bei Langzeitbehandlung oder hoher Dosierung sollte regelmäßig die Leber- und Nierenfunktion, der Gerinnungsstatus, der Kalium- und der Lithiumspiegel kontrolliert werden.
– Nicht mit anderen sauren NSAR kombinieren.
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Pharmakokinetik
Absorption: Lornoxicam wird rasch resorbiert und erreicht seine maximale Plasmakonzentration nach 1-2h.
Ein „First-Pass“-Effekt wurde nicht beobachtet.
Ausscheidung: Ausgeschieden wird Lornoxicam zu 2/3 über die Leber und Zu 1/3 über die Niere.
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