LIDOCAIN/PRILOCAIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Lidocain
Prilocain
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
ATC-Code: N01BB Lokalanästhetika / Amide
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Wirkmechanismus
Lokalanästhetika blockieren die Natriumkanäle und verhindern so Bildung und Fortleitung von Aktionspotentialen.
Lidocain zählt zu den mittellang wirksamen Lokalanästhetika, der Wirkungseintritt liegt zwischen 30 Sekunden und zehn Minuten (abhängig von Dosis, Anwendungsart und Beschaffenheit des Gewebes); die Wirkungsdauer ist wesentlich länger als die von Procain.

Prilocain ist ebenfalls ein Lokalanästhetikum und zeichnet sich durch höheres Penetrationsverhalten, geringere Vasodilatation und eine um 40% geringere Toxizität aus.
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Handelsnamen
Österreich Emla Creme, Emla Pflaster
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Anwendungsarten
nicht invasiv: topisch (Creme, Pflaster)
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Indikationen
- Lokalanästhesie der Haut vor Nadeleinstichen oder oberflächlichen chirurgischen Eingriffen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoffen
- vererbte oder idiopath. Methämoglobinämie
- Anwendung auf offenen Wunden (bei außer Beingeschwüren)
- Anwendung bei Kindern auf der Genitalschleimhaut
- Anwendung vor einer intrakutanen aktiven Impfung
- Kinder unter drei Monaten

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Dosierung
Standarddosierung
Creme:
Erwachsene und Kinder über einem Jahr:
ca. 2 g auf 10 cm2 dick auftragen und dicht verbinden (mind. 1h; max. 5h)
an der Genitalschleimhaut: 5-10 g für 5-10 min ohne Verband
Kinder über drei Monaten:
bis zu 2 g Creme auf etwa 16 cm2 auftragen und 1h einwirken lassen

Pflaster:
1h vor Beginn des Eingriffes ein Pflaster aufkleben
maximal zwei Pflaster
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
Haut: lokale Reaktionen wie Rötung, Blässe, Ödeme, Brennen, Juckreiz
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Interaktionen
In Kombination mit anderen Methämoglobinämie-verursachende Medikamenten (z.B.:Sulfonamide) kann es zu einer Erhöhung des Methämoglobinspiegels kommen.
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Vorsichtsmaßnahmen
Darf nicht ins Mittelohr oder ins Auge gelangen.
Vorsicht bei Pat. mit atopischer Dermatitis (eine kürzere Anwendung reicht meist aus).
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Pharmakokinetik
Wegen der langsamen Diffusion muss die Creme etwa 60 min unter Okklusion angewandt werden. Bei dünner oder entzündeter Haut erfolgt die Resorption wesentlich rascher. Anästhesiedauer nach Entfernung der Creme: mind 2h (je nach Dauer der Anwendung)
Proteinbindung
Die max. Plasmakonzentration liegt je nach Applikationsort, Dauer und Dosis der Anwendung zwischen 20 min und 6h vor.
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Allgemeine Beurteilung
Mittel der Wahl zur nicht invasiven Lokalanästhesie von Haut und Schleimhaut
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