Lansoprazol hemmt als Protonenpumpenhemmer dosisabhängig die H+/Na+-ATPase der Belegzellen des Magens. Dadurch wird der Transport von Protonen ins Magenlumen und somit die Salzsäurebildung reduziert.
Da die Hemmung rezeptordistal stattfindet, ist die Ursache der Säurestimulation gleichgültig.
nicht invasiv: oral (Kapseln)
- Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi und Refluxösophagitis
- Langzeittherapie zur Rezidivprophylaxe der Refluxösophagitis
- säurebedingte Dyspepsie
- Zollinger-Ellison Syndrom
- Begleitmedikation bei H.P.-Eradikationstherapie
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- schwere Leberfunktionseinschränkung
- über die Anwendung von Lansoprazol bei Kindern liegen keine Erfahrungen vor
- Schwangerschaft und Stillperiode
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber, Depression, Angst, Halluzinationen, Unruhe, Schlafstörungen
Magen-Darm-Trakt: Diarrhoe, Flatulenz, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Mundtrockenheit, Stomatitis
Leber und Pankreas: Veränderung von Leber- und Cholesterinwerten, Anstieg der Triglyceride, Hepatitis
Endokrinum: Gynäkomastie
Blut: Agranulozytose, Panzytopenie
Haut: Exantheme, Haarausfall, Juckreiz
Wechselwirkungen mit oralen Antikoagulantien (Cumarin-Typ) und oralen Antidiabetika (v.a. Tolbutamid-Typ) sind nicht auszuschließen.
Veränderung der Resorption von Medikamenten, deren Aufnahme vom pH des Magensaftes abhängig ist. (z.B.: Ketoconazol: Resorption sinkt; Erythromycin : Resorption steigt)
Sucralfat: Resorption von Lansoprazol kann beeinträchtigt werden
daher: Sucralfat erst 30min nach Lansoprazol einnehmen
Digoxin: Anstieg der Digoxinplasmakonzentration
Vor Therapiebeginn muss eine maligne Erkrankung des Magens oder des Ösophagus ausgeschlossen werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von oralen Antidiabetika sollte der Blutzucker engmaschig kontrolliert werden.
PPI (Protonen-Pumpen-Inhibitoren) sind Mittel der Wahl zur Langzeittherapie oder Prophylaxe von Ulcus ventriculi oder duodeni. Sie sind nicht geeignet zum fallweisen Einsatz da die Wirkung verzögert eintritt.