LANSOPRAZOL
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Lansoprazol
 
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Wirkmechanismus
Lansoprazol hemmt als Protonenpumpenhemmer dosisabhängig die H+/Na+-ATPase der Belegzellen des Magens. Dadurch wird der Transport von Protonen ins Magenlumen und somit die Salzsäurebildung reduziert.
Da die Hemmung rezeptordistal stattfindet, ist die Ursache der Säurestimulation gleichgültig.
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Handelsnamen
Österreich Agopton
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Kapseln)
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Indikationen
- Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi und Refluxösophagitis
- Langzeittherapie zur Rezidivprophylaxe der Refluxösophagitis
- säurebedingte Dyspepsie
- Zollinger-Ellison Syndrom
- Begleitmedikation bei H.P.-Eradikationstherapie
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- schwere Leberfunktionseinschränkung
- über die Anwendung von Lansoprazol bei Kindern liegen keine Erfahrungen vor
- Schwangerschaft und Stillperiode

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Dosierung
Standarddosierung
je nach Indikation 15-60 mg 1-2mal täglich p.o.
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber, Depression, Angst, Halluzinationen, Unruhe, Schlafstörungen
Magen-Darm-Trakt: Diarrhoe, Flatulenz, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Mundtrockenheit, Stomatitis
Leber und Pankreas: Veränderung von Leber- und Cholesterinwerten, Anstieg der Triglyceride, Hepatitis
Endokrinum: Gynäkomastie
Blut: Agranulozytose, Panzytopenie
Haut: Exantheme, Haarausfall, Juckreiz
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Interaktionen
Wechselwirkungen mit oralen Antikoagulantien (Cumarin-Typ) und oralen Antidiabetika (v.a. Tolbutamid-Typ) sind nicht auszuschließen.
Veränderung der Resorption von Medikamenten, deren Aufnahme vom pH des Magensaftes abhängig ist. (z.B.: Ketoconazol: Resorption sinkt; Erythromycin : Resorption steigt)

Sucralfat: Resorption von Lansoprazol kann beeinträchtigt werden
daher: Sucralfat erst 30min nach Lansoprazol einnehmen
Digoxin: Anstieg der Digoxinplasmakonzentration
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Vorsichtsmaßnahmen
Vor Therapiebeginn muss eine maligne Erkrankung des Magens oder des Ösophagus ausgeschlossen werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von oralen Antidiabetika sollte der Blutzucker engmaschig kontrolliert werden.
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Pharmakokinetik
absolute Bioverfügbarkeit: 70-80%
Proteinbindung: 97%
Eliminationshalbwertszeit:1h
Ausscheidung: 32% renal; 64% faecal
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Allgemeine Beurteilung
PPI (Protonen-Pumpen-Inhibitoren) sind Mittel der Wahl zur Langzeittherapie oder Prophylaxe von Ulcus ventriculi oder duodeni. Sie sind nicht geeignet zum fallweisen Einsatz da die Wirkung verzögert eintritt.
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