IBANDRONSäURE
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Ibandronsäure
 
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Wirkmechanismus
Bisphosphonate greifen direkt in den Knochenstoffwechsel ein.
Ibandronsäure hat hohe Affinität zum Knochenmineral und hemmt in therapeutischer Dosierung die Osteoklasten und damit die Knochenresorption, ohne einen Einfluß auf die Mineralisation zu zeigen. Es kommt zu einer Senkung der Serumkalziumkonzentration.
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Handelsnamen
Österreich Bondronat
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Anwendungsarten
invasiv: Lösungen bzw. Konzentrate zur Infusionherstellung
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Indikationen
- tumorbedingte Hypercalcämie mit und ohne Metastasen
- zur Prävention knochenbedingter Ereignisse (path. Frakturen und Knochenkomplikationen) bei Patienten mit Brustkrebs und Knochenmetastasen.
- osteolytisch bedingte Knochenschmerzen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff oder andere Bisphosphonate
- schwere Niereninsuffizienz (Crea. > 5mg/dl)
- Schwangerschaft und Stillperiode
- Kinder

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Dosierung
Standarddosierung
Die Dosierung erfolgt je nach Schweregrad der Hypercalcämie und Tumorart.

Patienten mit osteolytischen Knochenmetastasen benötigen geringere Dosen als diejenigen mit humoraler Hypercalcämie.
Der Inhalt der Ampullen wird in 500 ml physiolog. NaCl-Lösung oder 5%iger Glucoselösung aufgelöst und langsam (über 2h) intravenös infundiert.

Albumin-korrigierter Serumkalziumspiegel > 12mg/dl - Einmaldosis von 4 mg
Albumin-korrigierter Serumkalziumspiegel < 12mg/dl - Einmaldosis von 2 mg
Albumin-korrigierter Serumkalziumspiegel = Serum-Ca (mg/dl) + 0,8 x (4 – Albumin (g/dl))

Die höchste eingesetzte Dosis betrug 6 mg, führte aber zu keiner Wirkungssteigerung
Meist kann innerhalb von 7 Tagen der Ca-Spiegel normalisiert werden.
mittlere Dauer bis zum Rezidiv (Wiederanstieg des Ca-Spiegels): 18 bis 26 Tage

zur Prävention knochenbedingter Ereignisse: 6 mg i.v. alle 3-4 Wochen

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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, in hoher Dosierung abnorme Petrosierungen, Hypokalzämie (gut durch exogene Ca-Gabe zu beherrschen), Anszieg der Körpertemperatur, Schüttelfrost, Knochenschmerzen
ZNS: Nausea,
Magen-Darm-Trakt: Emesis, Dyspepsie, Diarrhoe
Nieren und Blase: Nierenversagen bei zu schneller Infusion
Haut: Hautausschläge
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Interaktionen
Aminoglycoside: senken wie Bisphosphonate auch den Ca-Spiegel
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Vorsichtsmaßnahmen
Vor der Behandlung sollte ein ausgeglichener Füssigkeitshaushalt hergestellt werden. (Rehydratation)
Engmaschige Kontrolle von: Nierenfunktion, Kalzium-, Phosphat- und Magnesiumspiegel
Bisphosphonate müssen langsam infundiert werden (Nierenversagen)
Bei Patienten mit Herzinsuffizienz muß eine Hyperhydratation vermieden werden.
Keine klin. Erfahrungen über Dosierungen bei Pat. mit schwerer Leberinsuffizienz.
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Pharmakokinetik
terminale Halbwertszeit 10-16h
Die Ausscheidung erfolgt in zwei Phasen: nach i.v.-Applikation wird der größte Teil unverändert renal ausgeschieden, während der Rest ans Knochengewebe gebunden wird.
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Allgemeine Beurteilung
Standarttherapie bei Schmerzen mit Knochenabbau
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