FLUVOXAMIN
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Fluvoxamin
 
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Wirkmechanismus
Fluvoxamin hemmt selektiv die neuronale Serotonin-Wiederaufnahme und wirkt so antidepressiv. Im Gegensatz zu trizyklischen Antidepressiva zeigt es auf noradrenerge Funktionen nur geringen und auf histaminerge, muskarinerge und dopaminerge Rezeptoren praktisch keinen Einfluss.
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Handelsnamen
Österreich Floxyfral
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Filmtabletten)
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Indikationen
- Depressionen (ab 18 Jahren)
- Zwangsstörungen (für Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren)
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- gleichzeitige MAO-Hemmer Medikation
- gleichzeitige Terfenadin, Astemizol und Cisaprid Medikation
- Kinder unter 8 Jahren
- Stillzeit
- in der Schwangerschaft nur unter strenger Indikation

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Dosierung
Standarddosierung
Depression:
initial 50 oder 100 mg und bis zur effektiven Dosis steigern
Einzeldosis maximal 150 mg; Tagesdosis maximal 300 mg

Zwangsstörung:
Erwachsene:
50 mg für 3-4 Tage und bis zur effektiven Dosis steigern
Einzeldosis maximal 150 mg; Tagesdosis maximal 300 mg
Spricht der Patient nach 10wöchiger Therapie nicht an, non-responder!

Kinder:
25 mg initial und schrittweise steigern
Einzeldosis maximal 100 mg; Tagesdosis maximal 200 mg
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Arthralgie, Myalgie, Gewichtszu- oder –abnahme
ZNS: Somnolenz, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Malaise, Tremor, Hyperhidrosis, Asthenie, Anorexie, Schwindel, Ängstlichkeit, Nervosität, Halluzinationen, Verwirrtheit, extrapyramidale Symptome, Manie, Konvulsionen, Serotoninsyndrom
Herz und Kreislauf: Tachykardie, Hypotension
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen, Obstipation, Diarrhoe
Leber und Pankreas: Erhöhung der Leberenzyme
Nieren und Blase: Hyponatriämie
Endokrinum: Ejakulationsstörungen, Galaktorrhoe
Haut: Hautausschläge, Juckreiz, Photosensitivität
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Interaktionen
Fluvoxamin hemmt CYP1A2, CYP2C19 und CYP3A3/4, die Elimination von durch diese Enzyme abgebauten Arzneimitteln kann beeinflusst werden.
(z.B.: bestimmte trizykl. Antidepressiva, Propanolol und Koffein, Colzapin, Theophyllin, Warfarin, Phenytoin, Cyclosporin, Tacrin, Methadon, Carbamazepin)

Warfarin: Plasmakonzentration von Warfarin steigt
Prothrombinzeit steigt
Thioridazin: Risiko für kardiale Komplikationen steigt
Propanolol: Plasmakonzentration von Propanolol steigt
Alkohol und zentral dämpfende Medikamente: gegenseitige Wirkungsverstärkung
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Vorsichtsmaßnahmen
Die antidepressive Wirkung setzt erst nach 1-2 Wochen ein.
Die Leber- und Nierenfunktion ist regelmäßig zu kontrollieren.
Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die die Thrombozytenfunktion beeinflussen bzw. bei Pat. mit kutanen Hämorrhagien in der Anamnese.
Eventuell ist eine Dosisanpassung einer vorhandenen Lithiumtherapie erforderlich.
Die Reaktionsfähigkeit wird eingeschränkt.
Die Therapie mit Fluvoxamin sollte ausschleichend beendet werden.
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Pharmakokinetik
Steady-state-Konzentrationen nach ca. 10-14 Tagen
Proteinbindung: 80%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 3-8 h
Eliminationshalbwertszeit: 13-15 h
Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich renal.
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Allgemeine Beurteilung
SSRI haben die trizyklischen Antidepressiva abgelöst, da sie keine anticholinergen Nebenwirkungen haben und auch keine Gewichtszunahme bewirken. In schweren Fällen ist die antidepressive Wirkung nicht ausreichend.
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