FLUOXETIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
goto top of page
Strukturformel 
Fluoxetin
 
goto top of page
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
goto top of page
Wirkmechanismus
Fluoxetin wirkt antidepressiv durch selektive Hemmung der Serotonin-Wiederaufnahme in die Nervenzellen. Es hat praktisch keine Affinität zu anderen Rezeptoren, wie zum Beispiel: alpha1-, alpha2-, ß-adrenerge, serotonerge, dopaminerge, histaminerge, muskarinerge oder GABA-Rezeptoren.
goto top of page
Handelsnamen
Österreich Felicium, Floccin, Fluctine, Fluoxetin, Fluoxibene, Flux, Fluxil, Fluxomed, Mutan, Positivum
goto top of page
Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Kapseln, Filmtabletten, Lösung)
goto top of page
Indikationen
- Depression
- Bulimia nervosa
- Zwangsstörungen
- praemenstruelle Verstimmung
goto top of page
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- gleichzeitige Anwendung von MAO-Hemmern oder L-Tryptophan
- Schwangerschaft und Stillperiode
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

goto top of page
Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
je nach Indikation 20-80 mg
goto top of page
Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Schwitzen, Lichtempfindlichkeit
ZNS: Serotonin-Syndrom, Kopfschmerzen, Zuckungen, Ataxie, Myoklonus und Tremor, Anorexie, Ängstlichkeit, Schwindel, Müdigkeit, verringerte Konzentration, Schlafstörungen, Sehstörungen, Mydriasis
Herz und Kreislauf: Herzklopfen, Vasodilatation, Gefäßentzündungen
Atmung: Dyspnoe, Gähnen
Magen-Darm-Trakt: Mundtrockenhet, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Dysphagie, Dyspepsie
Leber und Pankreas: Hepatitis
Nieren und Blase: Miktionsstörungen, Hyponatriämie, Priapismus, Anorgasmus, Impotenz
Endokrinum: unzureichende ADH-Sekretion, Hyperprolaktinämie
Haut: Hautausschläge, Urtikaria, Juckreiz, Alopezie
goto top of page
Interaktionen
Fluoxetin wird über Cytochrom P450IID6 abgebaut. Die Kinetik anderer Medikamente, die über dieses Enzymsystem metabolisiert werden, kann beeinflusst werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann es zu Blutspiegelveränderungen folgender Medikamente kommen:
Phenytoin, Carbamazepin, Haloperidol, Clozapin, Diazepam, Alprazolam, Lithium, Imipramin, Desimipramin

Eventuell kommt es zu verlängerten Krampfanfällen bei Patienten die gleichzeitig Fluoxetin einnehmen und einer elektrokonvulsiven Therapie unterzogen werden.
Die Kombination von Fluoxetin und Alkohol ist zu vermeiden.
goto top of page
Vorsichtsmaßnahmen
Vorsicht bei Patienten in Suizidgefahr.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit trizyklischen Antidepressiva sollte die Dosis angepasst werden.
Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit anamnestischen Krampfanfällen geboten.
Die Dosis von Insulin bzw. oralen Antidiabetika muss angepasst werden.
Vorsicht bei Leberfunktionseinschränkung und bekannter Epilepsie.
goto top of page
Pharmakokinetik
Steady-State: nach 2-4 Wochen
Proteinbindung: ca. 94%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 6-8h
Ausscheidungshalbwertszeit: 4-6 Tage
Metabolisierung in der Leber zu teilweise aktiven Metaboliten danach erfolgt die Ausscheidung über die Niere
goto top of page
Allgemeine Beurteilung
SSRI haben die trizyklischen Antidepressiva abgelöst, da sie keine anticholinergen Nebenwirkungen haben und auch keine Gewichtszunahme bewirken. In schweren Fällen ist die antidepressive Wirkung nicht ausreichend.
goto top of page
© Österreichische Schmerz Gesellschaft
CEDIP Franz Resatz GmbH
Webmaster:T-SIGN STUDIOS VIENNA