Fluoxetin wirkt antidepressiv durch selektive Hemmung der Serotonin-Wiederaufnahme in die Nervenzellen. Es hat praktisch keine Affinität zu anderen Rezeptoren, wie zum Beispiel: alpha1-, alpha2-, ß-adrenerge, serotonerge, dopaminerge, histaminerge, muskarinerge oder GABA-Rezeptoren.
nicht invasiv: oral (Kapseln, Filmtabletten, Lösung)
- Depression
- Bulimia nervosa
- Zwangsstörungen
- praemenstruelle Verstimmung
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- gleichzeitige Anwendung von MAO-Hemmern oder L-Tryptophan
- Schwangerschaft und Stillperiode
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Schwitzen, Lichtempfindlichkeit
ZNS: Serotonin-Syndrom, Kopfschmerzen, Zuckungen, Ataxie, Myoklonus und Tremor, Anorexie, Ängstlichkeit, Schwindel, Müdigkeit, verringerte Konzentration, Schlafstörungen, Sehstörungen, Mydriasis
Herz und Kreislauf: Herzklopfen, Vasodilatation, Gefäßentzündungen
Atmung: Dyspnoe, Gähnen
Magen-Darm-Trakt: Mundtrockenhet, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Dysphagie, Dyspepsie
Leber und Pankreas: Hepatitis
Nieren und Blase: Miktionsstörungen, Hyponatriämie, Priapismus, Anorgasmus, Impotenz
Endokrinum: unzureichende ADH-Sekretion, Hyperprolaktinämie
Haut: Hautausschläge, Urtikaria, Juckreiz, Alopezie
Fluoxetin wird über Cytochrom P450IID6 abgebaut. Die Kinetik anderer Medikamente, die über dieses Enzymsystem metabolisiert werden, kann beeinflusst werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung kann es zu Blutspiegelveränderungen folgender Medikamente kommen:
Phenytoin, Carbamazepin, Haloperidol, Clozapin, Diazepam, Alprazolam, Lithium, Imipramin, Desimipramin
Eventuell kommt es zu verlängerten Krampfanfällen bei Patienten die gleichzeitig Fluoxetin einnehmen und einer elektrokonvulsiven Therapie unterzogen werden.
Die Kombination von Fluoxetin und Alkohol ist zu vermeiden.
Vorsicht bei Patienten in Suizidgefahr.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit trizyklischen Antidepressiva sollte die Dosis angepasst werden.
Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit anamnestischen Krampfanfällen geboten.
Die Dosis von Insulin bzw. oralen Antidiabetika muss angepasst werden.
Vorsicht bei Leberfunktionseinschränkung und bekannter Epilepsie.
SSRI haben die trizyklischen Antidepressiva abgelöst, da sie keine anticholinergen Nebenwirkungen haben und auch keine Gewichtszunahme bewirken. In schweren Fällen ist die antidepressive Wirkung nicht ausreichend.