FLUNARIZIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Flunarizin
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: N02CX Migränemittel / Andere Migränemittel
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Wirkmechanismus
Flunarizin verhindert an glatten Gefäßmuskelzellen und Erythrozyten einen überschießenden Kalziuminflux unter Hypoxiebedingungen. Flunarizin ist ein Kalziumantagonist aus der Klasse der «calcium overload blocker». Es hat einen antivasokonstriktorischen Effekt und bewirkt eine erhöhte Verformbarkeit der Erythrozyten, was zu einer Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes führt. Flunarizin weist auch antikonvulsive Eigenschaften auf. Die Erregbarkeit des Gleichgewichtsorgans wird herabgesetzt.
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Handelsnamen
Österreich Amalium, Sibelium
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Tabletten, Kapseln)
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Indikationen
- Migräneprophylaxe bei Patienten mit häufigen und schweren Attacken
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Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- Depressionen
- bestehende bzw. anamnestisch bekannte extrapyramidale Symptome oder M. Parkinson
- Stillzeit

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene unter 65 Jahren:
Einzeldosis: 10 mg
maximale Tagesdosis: 10 mg
Erwachsene über 65 Jahren:
Einzeldosis: 5 mg
maximale Tagesdosis: 5 mg
Erhaltungstherapie:
auf 5 Tage Medikation sollen zwei aufeinanderfolgende medikationsfreie Tage folgen
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Gewichtszunahme, Appetitzunahme
ZNS: Müdigkeit, Depressionen, Angstgefühl, Galaktorrhoe, Mundtrockenheit, Muskelschmerzen, Bradykinesie, Rigidität, Akathisie, orofaziale Dyskinesien, Tremor
Magen-Darm-Trakt: Sodbrennen, Übelkeit, Magenschmerzen
Haut: Hautreaktionen
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Interaktionen
Alkohol: starke Sedierung kann auftreten
Hypnotika: starke Sedierung kann auftreten
Tranquillizer: starke Sedierung kann auftreten
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Vorsichtsmaßnahmen
Bei älteren Patienten können unter Flunarizin extrapyramidale und depressive Symptome auftreten sowie ein latenter M. Parkinson zum Vorschein kommen.
Nach 6 Monaten sollte die Therapie unterbrochen werden und erst bei Rückfall wieder aufgenommen werden.
Besonders am Anfang der Behandlung und im Zusammenwirken mit Alkohol kann das Reaktionsvermögen herabgesetzt werden.
keine Erfahrung bei Kindern
vorsichtige Dosierung bei Schwangeren
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Pharmakokinetik
Flunarizin wird gut und rasch resorbiert
Proteinbindung ca. 90%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 2-4h
terminale Halbwertszeit beträgt ca. 18 Tage
die Ausscheidung erfolgt biliär
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Allgemeine Beurteilung
Bewährte Intervalltherapie bei Patienten mit häufigen und schweren Migräneattacken.
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