Etanercept hemmt kompetitiv die Bindung von TNF an seinen membrangebundenen Oberflächenrezeptor und neutralisiert so dessen proinflammatorische Wirkung bei Entzündungsprozessen.
Etanercept kann als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat angewandt werden.
invasiv:
- Pulver zur Herstellung einer s.c.-Injektion
- aktive rheumatoide Arthritis
- chronisch juvenile Arthritis
- aktive und progressive Psoriasis
- schwerer Morbus Bechterew
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Sepsis
- aktive Infektionen
- Schwangerschaft und Stillperiode
- Kinder unter 4 Jahren
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Infektionen, Fieber, Lupus erythematodes
ZNS: Anfälle, Neuritis nervi optici, Querschnittsmyelitis
Herz und Kreislauf: Verschlechterung einer dekomp. Herzinsuffizienz
Blut: Thrombopenien, Anämie, Leukopenie, Neutropenie, Panzytopenie
Haut: Reaktion an der Injektionsstelle, Juckreiz, Angioödem, Urtikaria
Die gleichzeitige Anwendung von Etanercept und Anakinra führt zu einem erhöhten Nebenwirkungsrisiko, ohne erhötem klinischem Nutzen.
Etanercept bei dekompensierter Herzinsuffizienz nur mit Vorsicht anwenden.
Die Anwendung von Etanercept soll bei Auftreten schwerwiegender Infektionen abgebrochen werden.
Unter Etanercepttherapie sollten keine Lebendimpfstoffe verabreicht werden.
Etanercept kann die Bildung von Autoantikörpern hervorrufen.
Ausnahmemittel bei schweren rheumatischen Erkrankungen