ETANERCEPT
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung  
goto top of page
Wirkmechanismus
Etanercept hemmt kompetitiv die Bindung von TNF an seinen membrangebundenen Oberflächenrezeptor und neutralisiert so dessen proinflammatorische Wirkung bei Entzündungsprozessen.
Etanercept kann als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat angewandt werden.
goto top of page
Handelsnamen
Österreich Enbrel
goto top of page
Anwendungsarten
invasiv:
- Pulver zur Herstellung einer s.c.-Injektion
goto top of page
Indikationen
- aktive rheumatoide Arthritis
- chronisch juvenile Arthritis
- aktive und progressive Psoriasis
- schwerer Morbus Bechterew
goto top of page
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Sepsis
- aktive Infektionen
- Schwangerschaft und Stillperiode
- Kinder unter 4 Jahren

goto top of page
Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
25 mg 2mal wöchentlich als s.c.-Injektion 0,4 mg/kg KG (max. 25 mg) 2mal wöchentlich als s.c.-Injektion
goto top of page
Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Infektionen, Fieber, Lupus erythematodes
ZNS: Anfälle, Neuritis nervi optici, Querschnittsmyelitis
Herz und Kreislauf: Verschlechterung einer dekomp. Herzinsuffizienz
Blut: Thrombopenien, Anämie, Leukopenie, Neutropenie, Panzytopenie
Haut: Reaktion an der Injektionsstelle, Juckreiz, Angioödem, Urtikaria
goto top of page
Interaktionen
Die gleichzeitige Anwendung von Etanercept und Anakinra führt zu einem erhöhten Nebenwirkungsrisiko, ohne erhötem klinischem Nutzen.
Etanercept bei dekompensierter Herzinsuffizienz nur mit Vorsicht anwenden.
goto top of page
Vorsichtsmaßnahmen
Die Anwendung von Etanercept soll bei Auftreten schwerwiegender Infektionen abgebrochen werden.
Unter Etanercepttherapie sollten keine Lebendimpfstoffe verabreicht werden.
Etanercept kann die Bildung von Autoantikörpern hervorrufen.
goto top of page
Pharmakokinetik
- absolute Bioverfügbarkeit: 76 %
- maximale Plasmakonzentration nach ca. 48 h
- Halbwertszeit: etwa 70 h
goto top of page
Allgemeine Beurteilung
Ausnahmemittel bei schweren rheumatischen Erkrankungen
goto top of page
© Österreichische Schmerz Gesellschaft
CEDIP Franz Resatz GmbH
Webmaster:T-SIGN STUDIOS VIENNA