ERGOTAMIN/DIMENHYDRINAT/COFFEIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Ergotamin
Dimenhydrinat
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: Migränemittel / N02CA Mutterkorn-Alkaloide
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Wirkmechanismus
Ergotamin wirkt tonisierend auf die extrakraniellen Gefäße.
Ergotamin ist ein Mutterkornalkaloid mit einer starken alphasympathomimetischen Wirkung (partieller alpha-Rezeptoren-Agonismus), insbesondere auf das Kapazitätsgefäßsystem und auf dilatierte Arteriolen.
Ergotamin wirkt kontrahierend auf den Uterus während der Schwangerschaft, dopaminerg im Zentralnervensystem (relativ starke emetische Wirkung) und serotoninantagonistisch. Der alpha-Rezeptoren blockierende Effekt ist nur schwach ausgeprägt.
Ergotamin kupiert Migräneanfälle und andere vaskuläre Kopfschmerzen durch seine tonisierende Wirkung auf erweiterte extrakranielle Arterien.

Coffein beschleunigt und erhöht die enterale Resorption von Ergotamin und ehöht den Tonus zerebraler Gefäße.

Das Antihistamin Dimenhydrinat wirkt sedierend auf das Brechzentrum.
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Handelsnamen
Österreich Synkapton
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Dragees)
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Indikationen
- akute Migäneanfälle und andere vaskuläre Kopfschmerzen
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Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- periphere Durchblutungsstörungen
- obliterierende Gefäßkrankheiten
- schwere Hypertonie
- Koronarerkrankungen
- Leber- und Niereninsuffizienz
- septische Zustände, Epilepsie, Eklampsie, Glaukom, Prostatahypertrophie
- Asthma bronchiale
- Besondere Vorsicht ist bei Glucose-6-phosphatdehydrogenase-Mangel geboten.
- Die gleichzeitige Anwendung von Sumatriptan ist strikt zu vermeiden.
- Ein Zeitabstand von 6 Stunden (Ergotamin nach Sumatriptan) bzw. 24 Stunden (Sumatriptan nach Ergotamin) soll eingehalten werden.
- Nicht bei Kindern unter 6 Jahren anwenden.
- Schwangerschaft und Stillzeit

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Einzeldosis:
1-2 Dragees (1 Dragee entspricht 1 mg Ergotamin, 25 mg Dimenhydrinat, 100 mg Coffein)
maximale Tagesdosis:
4 Dragees
maximale Wochendosis: 10 Dragees
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, periphere Vasokonstriktion (Parästhesien, stenokardische Beschwerden, Vasospasmen)
ZNS: Müdigkeit, Sehstörungen, Kälte-, oder Schwächegefühl in den Extremitäten
Herz und Kreislauf: Trachykardie, Bradykardie, Thrombenbildung, Hyper- oder Hypotension
Atmung: Dyspnoe
Magen-Darm-Trakt: gastrointestinale Beschwerden
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Interaktionen
Alkohol, Sedativa, Hypnotika: deren Wirkung wird verstärkt
Troleandomycin, Erythromycin, Makroliden: verstärkte Vasokonstriktion
Aminoglykosid-Antibiotika: Ototoxizität kann vermindert werden
Heparin, Phenothiazinen: Wirkung wird vermindert
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Vorsichtsmaßnahmen
Die Kombination von Ergotamin, Dimenhydrinat, Coffein ist nicht zur dauernden Einnahme über einen längeren Zeitraum bestimmt.
Nach einer Woche kontinuierlicher Behandlung muß unbedingt eine Pause eingelegt werden.
Bei Auftreten von Parästhesien ist die Kombination von Ergotamin, Dimenhydrinat, Coffein sofort abzusetzen.
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Pharmakokinetik
Ergotamin:
Resorption: wird gut und rasch resorbiert
maximale Plasmakonzentration nach ca. 21 h
Bioverfügbarkeit: unter 5 %
Plasmahalbwertszeit: ca. 21 h
Die Ausscheidung erfolgt überwiegend biliär.

Coffein:
es wird rasch und vollständig resorbiert
die Plasmahalbwertszeit beträgt 3-7 h
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Allgemeine Beurteilung
Migränemittel zweiter Wahl
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