ERGOTAMIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Ergotamin
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: Migränemittel / N02CA Mutterkorn-Alkaloide
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Wirkmechanismus
Ergotamin ist ein Mutterkornalkaloid mit einer starken alphasympathomimetischen Wirkung (partieller -Rezeptoren-Agonismus), insbesondere auf das Kapazitätsgefäßsystem und auf dilatierte Arteriolen.
Ergotamin wirkt kontrahierend auf den Uterus während der Schwangerschaft, dopaminerg im Zentralnervensystem (relativ starke emetische Wirkung) und serotoninantagonistisch. Der -Rezeptoren blockierende Effekt ist nur schwach ausgeprägt.
Ergotamin kupiert Migräneanfälle und andere vaskuläre Kopfschmerzen durch seine tonisierende Wirkung auf erweiterte extrakranielle Arterien.
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Handelsnamen
Österreich Ergokapton
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Dragees)
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Indikationen
- Bei akuten Migräneattacken und anderen Arten vaskulärer Kopfschmerzen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Hypertonie
- obliterative Gefäßerkrankungen
- koronare Herzkrankheit
- schwere Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen
- Sepsis
- Hyperthyreose
- Die gleichzeitige Anwendung von Sumatriptan ist strikt zu vermeiden.
- Ein Zeitabstand von 6 Stunden (Ergotamin nach Sumatriptan) bzw. 24 Stunden (Sumatriptan nach Ergotamin) wird zur Vermeidung des Risikos von Gefäßspasmen empfohlen.
- Kinder unter 12 Jahren
- Schwangerschaft und Stillperiode

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene und Kinder über 12 Jahren:
Initialdosis: 1-2 mg
maximale Tagesdosis: 6 mg
maximale Wochendosis: 10 mg

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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Schmerzen und Schwächegefühl in den Extemitäten, Taubheitsgefühl und Parästhesien
in Fingern oder Zehen, Kopfschmerzen
Schwindel, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Krampfanfälle, Hemiplegie und fixierte Miosis
Herz und Kreislauf: Tachykardie, Bradykardie
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe
Haut: Juckreiz, Ödeme
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Interaktionen
Antibiotika (Erythromycin, Troleandomycin, Tetracycline): Verstärkung der gefäßverengenden Wirkung
systemische-, lokale Vasokonstriktoren und andere Ergotalkaloide:
Verstärkung der gefäßverengenden Wirkung
Betablocker: Verstärkung der gefäßverengenden Wirkung
Kontrazeptiva: Verstärkung der gefäßverengenden Wirkung
Nikotin: Verstärkung der gefäßverengenden Wirkung
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Vorsichtsmaßnahmen
Das vorliegende Präparat ist zur Prophylaxe und Dauerbehandlung ungeeignet.
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Pharmakokinetik
Resorption: wird gut und rasch resorbiert
maximale Plasmakonzentration nach ca. 21 h
Bioverfügbarkeit: unter 5 %
Plasmahalbwertszeit: ca. 21 h
Die Ausscheidung erfolgt überwiegend biliär
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Allgemeine Beurteilung
Migränemittel zweiter Wahl
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