DICLOFENAC/VITAMIN B-GRUPPE
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Diclofenac
 
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Wirkmechanismus
Diclofenac wirkt analgetisch, antipyretisch und antiphlogistisch durch eine Hemmung der Cyclooxygenase I + II und der Lipooxygenase.

Pyridoxin (Vitamin B6), Thiamin (Vitamin B1) und Cyanocobalamin (Vitamin B12) sind Ko-Enzyme und wirken sich günstig auf die analgetische Wirkung von Diclofenac aus.
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Handelsnamen
Österreich Diclovit, Doloneurobion, Neurofenac
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Kapseln)
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Indikationen
- akute mittelstarke bis starke Schmerzen, v.a. entzündlich-traumatische Genese
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
- Neuritiden und Neuralgien
- extraartikulärer Weichteilrheumatismus
- Gichtanfälle
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirk- oder Hilfsstoff oder Wirkstoffgruppe
- Asthma bronchiale
- floride Magenulcerationen
- unkontrollierte Hypertension
- bestehende beträchtliche Nierenschädigung
- bestehende Koagulopathie
- gastrointestinale Blutungen
- ZNS-Blutungen
- andere Blutungsstörungen
- bestehende starke Leberschädigung
- Morbus Crohn
- Patienten mit hepatischer Porphyrie
- Vorsicht bei Patienten mit allergischen oder systemischen Erkrankungen
- Patienten mit Autoimmunerkrankungen
- Kinder unter 6 Jahren
- in den ersten sechs Monaten einer Schwangerschaft nur unter strenger Indikation, in den letzten drei Monaten und in der Stillperiode ist es kontraindiziert

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
1-3mal täglich 50 mg Kinder ab 6 Jahren:
2-3 mg/kg/KG
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS und Gesichtssinn: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Vertigo, Benommenheit,Störungen der Sensorik, Krämpfe, neurologische Ausfälle,
Herz und Kreislauf: Hypotension, Herzklopfen, Hypertension, pektang. Schmerzen, Ödeme
Atmung: AIA ("aspirin-induced-asthma")
Magen-Darm-Trakt: Bauchschmerzen, Stomatitis, Glossitis, Gastralgien, Blutungen wegen Schleimhautschäden, Ulcera,
Leber und Pancreas: Cholestase, Transaminasenerhöhung, Hepatitis,
Niere und Blase: akute bis chronische reversible bis irreversible Schäden
Blut: Thrombopenie, Leukopenie, Agranulozytose, immunhämolytische Anämien
Haut: Hautausschläge
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Interaktionen
Diuretika: Wirkungsabschwächung
K-sparende Diuretika: K-Spiegel steigt
Lithium und Digoxin: Plasmaspiegel steigen
Antikoagulantien: Wirkungsverstärkung
Glucocorticoide: Blutungsrisiko erhöht
Antihypertensiva: Wirkungsabschwächung
Methotrexat: Plasmaspiegel steigt
L-Dopa: Abschwächung der Wirkung

Bei gleichzeitiger Einnahme von Clochicin, PAS, Neomycin und Biguanid-Antidiabetika wird die Resorptin von Vitamin B12 gehemmt
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Vorsichtsmaßnahmen
bei längerdauernder Anwendung sind Blutbild, Nieren- und Leberfunktion zu kontrollieren
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Pharmakokinetik
Proteinbindung: 99%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 1-2h
Plasmahalbwertszeit: ca. 2h
Ausscheidung vorwiegend über die Nieren
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Allgemeine Beurteilung
Die potenzierende analgetische Wirkung von B-Vitaminen ist umstritten.
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