Clodronsäure hemmt osteolytische Prozesse und die durch Osteolyse bedingte Hyperkalzämie. Es vermindert die Kalziumphosphatauflösung und die Osteoklastenaktivität. Es hat keinen Einfluß auf die normale Mineralisierung des Knochens.
Dadurch kommt es zu einer Verminderung des Knochenabbaus und zu einer Senkung der Serumkalziumkonzentration.
Bei Tumorpatienten verringert Clodronsäure die metastatische Knochenzerstörung und wirkt somit auch schmerzlindernd.
nicht invasiv: oral (Filmtabletten)
invasiv: Konzentrat zur Infusionsbereitung
- Prophylaxe und Therapie der Osteoporose
- osteolytische Knochenmetastasen
- Plasmozytom
- paraneoplastische Hyerkalzämie (Filmtabletten nach Infusionstherapie)
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirk- oder Hilfsstoff
- akute Entzündungen und Blutungen des Gastrointestinaltraktes
- Niereninsuffizienz (Serumcreatinin: >5mg/dl)
- Schwangerschaft und Stillperiode
über die Anwendung bei Kindern liegen keine Erfahrungen vor
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, in hoher Dosierung abnorme Petrosierungen,
ZNS: Nausea,
Atmung: Bronchokonstriktion bei ASS-sensitivem Asthma
Magen-Darm-Trakt: Emesis, Dyspepsie, Diarrhoe
Nieren und Blase: Nierenversagen bei zu schneller Infusion, nach i.v.-Injektion: passagere Proteinurie
Blut: AP, Transaminasen und LDH Anstieg, Hypocalcämie (gut durch exogene Ca-Gabe zu beherrschen), Leukämie
Haut: Hautausschläge
Nahrungsmittel mit hohem Kalziumgehalt (Milchprodukte) und Arzneimitteln mit hohem Kalzium-, Eisen- oder Magnesiumgehalt (Antazida) konkurrieren mit Clodronsäure um die Resorption.
Aminoglycoside: Kalziumspiegel sinkt
Bisphosphonate müssen langsam (über mind. 2h) infundiert werden (Nierenversagen)
Nicht bei frischen Frakturen und Oesophagusstrikturen anwenden
Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Crea-Clearence von 10-30 ml/min) ist die Dosis zu halbieren.
Bei Hypokalzämie ist die Dosis zu reduzieren.
Regelmäßig Serumcalciumspiegel, Serumphosphat und Blutbild kontrollieren.
Bei Patienten mit Plasmozytom oder eingeschränkter Nierenfunktion Creatininspiegel kontrollieren.
Auf eine ausreichende Kalziumzufuhr ist zu achten (eventuell Kalzium- oder Vitamin D-Komedikation)
Standarttherapie bei Schmerzen mit Knochenabbau