Citalopram ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Die Noradrenalin-, Dopamin-, und GABA-Wiederaufnahme bleibt praktisch unbeeinflusst.
Citalopram wirkt zwar nicht auf Opioidrezeptoren, doch es verstärkt die antinozizeptive Wirkung von Opiaten vor allem bei neuropathischen Schmerzen.
nicht invasiv: oral (Filmtabletten)
invasiv: Konzentrat zur Infusionszubereitung
- depressive Störungen und Zustände
- depressive Verstimmug bei dementiellen Störungen
- Angst- und Panikstörungen
- Zwangsstörungen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern
- schwere Nierenfunktionseinschränkung (Crea.-Clearence: < 20 ml/min)
- Schwangerschaft und Stillperiode
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Tremor, Hyperhidrosis, Akkomodationsstörungen
Herz und Kreislauf: Palpitationen, Orthostase, Konfusionen
Magen-Darm-Trakt: verminderter Speichelfluß, Übelkeit und Erbrechen, Obstipation, Diarrhoe, Dyspepsie
Nieren und Blase: Miktionsstörungen
MAO-Hemmer: Serotonin-Syndrom wahrscheinlich Sumatriptan, Lithium oder
Tryptophan: serotonerge Effekte nehmen zu
Kräuterpräparate (Johanniskraut): Nebenwirkungsrisiko steigt
Cimetidin: Plasmaspiegel von Citalopram steigt
Citalopram wird durch CYP2P2D6 metabolisiert. Interaktionen mit anderen Medikamenten, die ebenfalls durch dieses Isoenzym verstoffwechselt werden, können nicht ausgeschlossen werden.
Die volle Wirkung tritt erst nach 1-2 Wochen ein.
Bei Patienten mit Panikstörungen kann es zu Beginn der Therapie zu einer Zunahme der Symptome kommen.
Vorsicht bei Patienten in Suizidgefahr.
Vorsicht bei Patienten mit anamnestischen Krampfanfällen.
Vorsicht bei gleichzeitiger Therapie mit Antikoagulantien oder Medikamenten, die die Thrombozytenfunktion beeinträchtigen.
Citalopram nicht mit Alkohol kombinieren.
Die Reaktionsfähigkeit kann eingeschränkt werden.
Bei Beenden der Therapie sollte Citalopram langsam ausgeschlichen werden.
SSRI haben die trizyklischen Antidepressiva abgelöst, da sie keine anticholinergen Nebenwirkungen haben und auch keine Gewichtszunahme bewirken. In schweren Fällen ist die antidepressive Wirkung nicht ausreichend.