CARBASALATCALCIUM/PARACETAMOL/COFFEIN
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Carbasalatcalcium
Paracetamol
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Wirkmechanismus
Der Wirkstoff Carbasalatcalcium stellt die wasserlösliche Form der Acetylsalicylsäure dar und hat dazu noch antirheumatische Wirkung.
Acetylsalicylsäure hat analgetische, antipyretische, antiphlogistische und thrombozytenaggregationshemmende Wirkung. Da die Prostaglandinsynthese gehemmt wird.
Paracetamol wirkt gut analgetisch und antipyretisch, jedoch nicht antiphlogistisch.
Coffein unterstützt die analgetische Wirkung der anderen Komponenten, außerdem erhöht es die Vigilanz, reduziert die psychomotorische Reaktionszeit und beeinflußt die intellektuelle Leistungsfähigkeit, sofern diese durch Müdigkeit eingeschränkt ist.
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Handelsnamen
Österreich Irocophan
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Tabletten)
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Indikationen
- Fieber
- gippale Infekte und Schmerzzustände (Kopf-, Zahn-, Muskel-, Menstruations-, und rheumatische Schmerzen)
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Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
- Magen- oder Darmgeschwüre
- ausgeprägte Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- genetisch bedingter Glucose-6-Phosphatdehydrogenasemangel
- letztes Schwangerschaftstrimenon, erstes Lebensjahr
- übermäßiger bzw. chronischer Alkoholgenuß

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene und Kinder über 12 Jahren:
Einzeldosis: 1-1½ Tabletten (1 Tablette entspricht 250 mg Carbasalatcalcium, 200 mg
Paracetamol, 46 mg Coffein)
maximale Tagesdosis: 4½ Tabletten
Kinder von 9 – 12:
Einzeldosis: ½-1 Tablette
maximale Tagesdosis: 3 Tabletten
Kinder von 6 – 9:
Einzeldosis: ½ Tablette
maximale Tagesdosis: 1½ Tabletten
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Temperaturanstieg ("Drug fever")
ZNS: Kopfdruck und Schlafstörungen, Schwindel, Blutdruckabfall bis hin zum Schock, Tinnitus, Sehstörungen, Konvulsion, Übererregung, Herzrythmusstörungen
Atmung: Atemnot, Asthmaanfälle, Heuschnupfen und Nasenschleimhautschwellung
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Magenbeschwerden, occulte gastrointestinale Blutungen, die in seltenen Fällen bis zur Eisenmangelanämie führen können
Leber und Pankreas: bei hohen Dosen bzw. chronischem Gebrauch könne Leberschäden auftreten
Nieren und Blase: Bei hohen Dosen bzw. chronischem Gebrauch kann es zu Nierenfunktionsstörungen kommen.
Blut: Verlängerung der Blutungszeit, Leukozytopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie
Haut: Urtikaria
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Interaktionen
Gerinnungs- und Thrombozytenaggregationshemmer: Wirkungsverstärkung
Corticosteroide: ulcerogener Effekt steigt
NSAR: Nebenwirkungsrate steigt
Sulfonylharnstoffe: Wirkungsverstärkung
Methotrexat: Methotrexatplasmaspiegel steigt
Diuretika: analget. Effekt nimmt ab
diuret. Effekt nimmt ab
Chloramphenicol: Eliminationsgeschw. nimmt ab
Metoclopramid: Resorption v. Paracetamol steigt
Salicylamid: Halbwertszeit v. Paracetamol verlängert (Kumulation!)
Leberenzyminduktoren
(Barbiturate, Alkohol, Antiepileptika,
Rifampicin): Lebertoxizität v. Paracetamol steigt
Ergotamin: die Aufnahme
wird beschleunigt
Alkohol: verstärkt die Hepatotoxizität und die Magenverträglichkeit der Kombination wird verschlechtert
Spironolacton: Wirkung nimmt ab
Furosemid: Wirkung nimmt ab
Urikosurika (Probenecid, Sulfinpyrazon): Wirkung nimmt ab
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Vorsichtsmaßnahmen
Vorsicht ist geboten bei Asthma bronchiale,
Analgetikaintoleranz,
Erkrankungen mit erhöhter Blutungsneigung,
bei Oxalurie,
bei leichten Leber- und Nierenschädigungen und
bei Kindern nach chirurgischen Eingriffen im Nasen–Rachen–Raum.
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Pharmakokinetik
Carbasaltcalcium:
Resorption: erfolgt vorwiegend schon im Magen, die Metabolisierung zur ebenfalls analgetisch wirksamen Salicylsäure erfolgt in der Leber
Die Wirkung tritt nach ca. 20min ein.
Plasmahalbwertszeit für Salicylat liegt bei 2-3h
Die Ausscheidung von Salicylat erfolgt in freier und konjugierter Form über die Niere.

Paracetamol:
es wird rasch und vollständig resorbiert
die Wirkung tritt nach 30-120 Minuten ein
Plasmahalbwertszeit beträgt 1-4h.
Paracetamol wird in der Leber metabolisiert und dabei als Glucuronid bzw. bei Kindern und Jugendlichen vorwiegend als Sulfat renal eliminiert.
maximaler Plasmaspiegel: 0,75h

Coffein:
es wird rasch und vollständig resorbiert
die Plasmahalbwertszeit beträgt 3-7h
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Allgemeine Beurteilung
Verwendbar bei akuten kurz dauernden Schmerzzuständen.
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