AURANOFIN
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik
Allgemeine Beurteilung    
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Wirkmechanismus
Zählt zu den disease modifying antirheumatic drugs (DMARDs).
Gold wird bei dauernder Zufuhr lysosomal angereichert. Dadurch wird die Migrationsfähigkeit beeinträchtigt und die Teilnahme an Immunreaktionen reduziert.
Auranofin hemmt die Induktion der Entzündungsmediatoren IL-6 und TNF.
Wirkung ist erst nach 3-4 Monaten zu erwarten.
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Handelsnamen
Österreich Ridaura
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Anwendungsarten
nicht invasiv:
- oral (Filmtabletten)
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Indikationen
- progredient chronische Polyarthritis (second line Therapie)
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Gold und anderen Schwermetallen
- schwere Leber- oder Nierenfunktionseinschränkung
- Störungen der Blutbildung
- bei Patienten mit Exanthemen, Lupus erythematodes disseminatus, Periarteriitis nodosa, Dermatomyositis, Sklerodermie, Colitis ulcerosa
- gleichzeitige Medikation mit D-Penicillamin oder Chloroquin
Kinder
- Schwangerschaft und Stillperiode

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Dosierung
Standarddosierung
6 mg täglich
eventuell nach 4 Monaten Dosissteigerung auf maximal 9 mg täglich
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Nebenwirkungen
Auranofin ist besser verträglich als Natriumaurothiomalat.

Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Schwindel
Sinnesorgane: Konjunktivitis, Goldablagerungen in Kornea und Linse
Atmung: interstitielle Pneumonie
Magen-Darm-Trakt: Diarrhoe, Bauchschmerzen, Übelkeit, Stomatitis
Leber und Pankreas: Veränderung von Transaminasen und alkalischer Phosphatase
Nieren und Blase: Hämaturie, Proteinurie, membranöse Glomerulonephritis, nephrotisches Syndrom, Anstieg der harnpflichtigen Substanzen
Blut: Hämoglobin- und Hämatokritwertabnahme, Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie
Haut: Hautausschläge, Juckreiz, Alopezie
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Vorsichtsmaßnahmen
Vorsicht bei Patienten mit anamnestischer goldinduzierter Enterocolitis, pulmonärer Fibrose oder exfoliativer Dermatitis.
Vor Beginn der Therapie sollten Urin, rotes Blutbild, weißes Differentialblutbild, Thrombozyten, Transaminasen, alkalische Phosphatase und die harnpflichtigen Substanzen kontrolliert werden. (Kontrollen sind alle 4 Wochen angezeigt).
Bei einer Proteinurie von 500 mg/24 h über mehrere Tage, Eosinophilie über 12 %, Leukopenie unter 2000 oder Thrombozytopenie unter 80000 sollte die Therapie unterbrochen werden.
Vorsicht bei Patienten mit allergischer Diathese.
Bei Andauern der Therapie über ein Jahr sollten augenärztliche Kontrollen durchgeführt werden.
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Pharmakokinetik
- Resorptionsquote: 25 %
- maximale Plasmakonzentration nach ca. 2-6 h
- Eliminationshalbwertszeit: – 7 Tage, nimmt mit der Behandlungsdauer zu
- Ausscheidung: vorwiegend faecal
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Allgemeine Beurteilung
Basistherapeutikum der zweiten Wahl
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