Articain verändert die Membranpermeabilität sodass der Natriumeinstrom in die Nervenfaser gehemmt und somit die Bildung eines Aktionspotentials verhindert wird.
Die Wirkung setzt nach etwa ein bis drei Minuten ein.
Epinephrin (=Adrenalin) bedingt eine Vasokonstriktion und sorgt so einerseits für eine längere Wirkdauer von Articain und andererseits für verminderte Blutung im Operationsgebiet.
invasiv: Ampullen zur submucösen Injektion
Infiltrations- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde
besonders für Routineeingriffe wie Einzel- oder Reihenextraktionen
Kavitäten- und Kronenstumpfpräparationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Allergie auf Lokalanästhetika vom Säureamidtyp
- Sulfitüberempfindlichkeit
- Bradykardie
- schwere Überleitungsstörungen wie AV-Block
- kardiale Dekompensation
- schwere Hypotonie
- Myasthenia gravis
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Schwindel, Erbrechen, Unruhe, Benommenheit, Sprach- und Schluckstörungen, Krämpfe, Koma, zentrale Atemlähmung
Herz und Kreislauf: Blutdruckabfall, Blutdruckanstieg, Tachykardie, Bradykardie, Überleitungsstörungen
Atmung: akuter Asthmaanfall
MAO-Hemmer, trizykl. Antidepressiva, Phenothiazine: sympathomimetische Effekt steigt
halogenierte Inhalationsnarkotika: Gefahr v. Herzrhythmusstörungen steigt
nicht intravasal anwenden (Injektion unter Aspiration)
nicht im entzündeten Gewebe anwenden
wegen Epinephrin nicht in akralen Bereichen anwenden
besondere Vorsicht ist geboten bei:
- eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
- Krampfleiden
- paroxysmaler Tachykardie
- hochfrequenter Arrhythmie
- Koronarinsuffizienz
- schwerer Hypertonie
- Thyreotoxikose
- dekompensierter diabet. Stoffwechsellage
- Engwinkelglaukom