ARTICAIN/EPINEPHRIN
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Strukturformel  
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Strukturformel 
Articain
Epinephrin
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Wirkmechanismus
Articain verändert die Membranpermeabilität sodass der Natriumeinstrom in die Nervenfaser gehemmt und somit die Bildung eines Aktionspotentials verhindert wird.
Die Wirkung setzt nach etwa ein bis drei Minuten ein.

Epinephrin (=Adrenalin) bedingt eine Vasokonstriktion und sorgt so einerseits für eine längere Wirkdauer von Articain und andererseits für verminderte Blutung im Operationsgebiet.
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Handelsnamen
Österreich Septaneast, Ubistesin, Ultracain
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Anwendungsarten
invasiv: Ampullen zur submucösen Injektion
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Indikationen
Infiltrations- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde

besonders für Routineeingriffe wie Einzel- oder Reihenextraktionen
Kavitäten- und Kronenstumpfpräparationen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Allergie auf Lokalanästhetika vom Säureamidtyp
- Sulfitüberempfindlichkeit
- Bradykardie
- schwere Überleitungsstörungen wie AV-Block
- kardiale Dekompensation
- schwere Hypotonie
- Myasthenia gravis

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Dosierung
Standarddosierung
Es sollte möglichst niedrig dosiert werden, aber trotzdem eine ausreichende Analgesie hergestellt werden.

Erwachsene:
meist genügt ein Depot von 1,7 ml pro Zahn
Tagesmaximaldosis: 500 mg Articain

Bei Kindern ist die Dosis entsprechend dem Körpergewicht zu reduzieren.
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Schwindel, Erbrechen, Unruhe, Benommenheit, Sprach- und Schluckstörungen, Krämpfe, Koma, zentrale Atemlähmung
Herz und Kreislauf: Blutdruckabfall, Blutdruckanstieg, Tachykardie, Bradykardie, Überleitungsstörungen
Atmung: akuter Asthmaanfall
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Interaktionen
MAO-Hemmer, trizykl. Antidepressiva, Phenothiazine: sympathomimetische Effekt steigt
halogenierte Inhalationsnarkotika: Gefahr v. Herzrhythmusstörungen steigt
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Vorsichtsmaßnahmen
nicht intravasal anwenden (Injektion unter Aspiration)
nicht im entzündeten Gewebe anwenden
wegen Epinephrin nicht in akralen Bereichen anwenden

besondere Vorsicht ist geboten bei:
- eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
- Krampfleiden
- paroxysmaler Tachykardie
- hochfrequenter Arrhythmie
- Koronarinsuffizienz
- schwerer Hypertonie
- Thyreotoxikose
- dekompensierter diabet. Stoffwechsellage
- Engwinkelglaukom
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Pharmakokinetik
Articain:
Proteinbindung 95%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 17 min
Eliminationshalbwertszeit: 25 min
Nach vollständiger Metabolisierung in der Leber erfolgt die Ausscheidung großteils renal.

Epinephrin wird ebenfalls in der Leber metabolisiert und über die Niere ausgeschieden.
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