ALENDRONAT
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung  
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Wirkmechanismus
Alendronat greift direkt in den Knochenstoffwechsel ein.
Es bindet direkt an die Oberfläche von Hydroxylapatitkristallen und hemmt sowohl die Kalziumphosphatauflösung als auch die Osteoklastenaktivität. Dadurch kommt es zu einer Verminderung des Knochenabbaus und zu einer Senkung der Serumkalziumkonzentration. Durch Senkung der Frakturrate wirkt Alendronat sekundär schmerzlindernd.
Alendronat ist nach Ibandronat das wirksamste Bisphosphonat.
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Handelsnamen
Österreich Fosamax
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Tabletten)
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Indikationen
- Prophylaxe und Therapie der Osteoporose
- osteolytisch bedingte Knochenschmerzen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirk- oder Hilfsstoff
- Erkrankungen des Ösophagus, die den Transport in den Magen verzögern könnten
- Hypokalzämie
- Niereninsuffizienz (Crea-Clearence <35ml/min)
- Kinder
- Schwangerschaft und Stillperiode
- bei schweren akuten Entzündungen des Gastrointestinaltraktes

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
postmenopausale Osteoporose und Osteoporose bei Männern:
einmal täglich 10mg oder
einmal wöchentlich 70mg

Glukokortikoid-induzierte Osteoporose:
einmal täglich 5mg
Frauen nach der Menopause und ohne Östrogentherapie: einmal täglich 10mg

Alendronat mind. eine halbe Stunde vor der ersten Mahlzeit, Getränk oder der Einnahme anderer Medikamente mit Wasser in aufrechter Körperhaltung einnehmen;

danach für 30 min nicht hinlegen.
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, in hoher Dosierung abnorme Petrosierungen,
ZNS: Nausea, Uveitis
Magen-Darm-Trakt: Emesis, Dyspepsie, Diarrhoe, Ösophagitis, Ulcera und Ösophagusstrikturen
Blut: Hypokalzämie (gut durch exogene Ca-Gabe zu beherrschen)
Haut: Hautausschläge, Angioödem
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Interaktionen
Kalziumpräparate und Antacida: konkurrieren um die Resorption (andere Medikamente erst 30 min nach Alendronateinnahme einnehmen)
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Vorsichtsmaßnahmen
Wegen möglicher Schleimhautreizung bei Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltraktes (Ösophagitis, Gastritis,...) vorsichtig anwenden.

Nicht bei frischen Frakturen anwenden

Die Therapie mit Alendronat ist eine Dauertherapie, bei Abbruch kehrt der Knochenstoffwechsel wieder aus die Werte vor Therapiebeginn zurück.

Auf eine ausreichende Kalziumzufuhr ist zu achten (eventuell Kalzium- oder Vitamin D-Komedikation)
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Pharmakokinetik
Die orale Bioverfügbarkeit beträgt: 0,7% (stark von der Nahrungsaufnahme abhängig)
Proteinbindung im Plasma: 78%
Die Konzentration im Serum fällt relativ rasch ab; im Knochen bleibt Alendronat lange gebunden.
Die terminale Halbwertszeit wird über 10 Jahre geschätzt.
Ausscheidung erfolgt über die Niere
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Allgemeine Beurteilung
Standarttherapie bei Schmerzen mit Knochenabbau
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