ACECLOFENAC
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Strukturformel
goto top of page
Strukturformel 
Aceclofenac
 
goto top of page
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: M01AB Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika / Essigsäure-Derivate und verwandte Substanzen
goto top of page
Wirkmechanismus
Aceclofenac wirkt antiphlogistisch und analgetisch durch Hemmung der Cyclooxygenase I und II
goto top of page
Handelsnamen
Österreich Beofenac
goto top of page
Anwendungsarten
nicht invasiv:
- oral (Filmtabletten)
goto top of page
Indikationen
Zu symptomatischen Behandlungen von Schmerzen und Entzündungen bei
- Osteoarthritis
- Rheumatoider Arthritis
- Sponylitis ankylosans
goto top of page
Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe und Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
- Asthma Bronchiale,
- floride oder anamnest. Magen- oder Duodenalulcerationen, gastrointestinale oder andere Blutungen bzw. Blutungsneigung,
- schwere Herzinsuffizienz
- schwere Leber- oder Nierenfunktionseinschränkung
- Schwangerschaft im letzten Trimenon, Stillzeit

goto top of page
Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
Tagesdosis 200 mg (2mal tgl. 100 mg) Über die Anwendung von Aceclofenac bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Erkenntnisse bezüglich Verträglichkeit vor.

Siehe auch Fachinformation: Austria-Codex, VIDAL
 
Dosierung bei schwerer Leberfunktionsstörung:
Bei Patienten mit Leberinsuffizienz empfiehlt sich eine Dosisreduktion auf 100 mg /Tag.
goto top of page
Nebenwirkungen
ZNS: Kopfschmerzen, Müdigkeit
Herz und Kreislauf (selten): Ödeme, Herzklopfen, Wadenkrämpfe,
Atmung: anaphylakt. Schock
Magen-Darm-Trakt (häufig): Dyspepsie, Nausea, Abdominalschmerzen, Diarrhoe,
Leber und Pancreas: Erhöhung der Leberenzyme, Hepatitis, Pancreatitis
Niere und Blase: Erhöhung von Harnstoff und Creatinin, Nephrotisches Syndrom, Nephritis
Blut: Anämie, Granulozytopenie, Thrombopenie, Neutropenie
Haut: Hautausschlag, Pruritius,
goto top of page
Interaktionen
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, die durch das Cytochrom P450 2C9 abgebaut werden, sind möglich; dazu gehören: Phenytoin, Digoxin, Cimetidin, Tolbutamid, Phenylbutazon, Amiodaron, Miconazol und Sulfamenazol.
Weiters bestehen Interaktionen mit Medikamenten, die mit Aceclofenac um die Proteinbindung bzw. um die renale Elimination konkurrieren. Eine Kombination mit Methotrexat und Antikoagulantien sollte vermieden werden.
NSAR + Furosemid: diuret. Wirkung ↓
NSAR + ACE-Hemmer: Risiko für akutes Nierenversagen ↑
NSAR + Thiazide: BD-senkende Wirkung ↓
Aceclofenac + kaliumsparende Diuretika: Kalium-Spiegel ↑

Unter Aceclofenac wurden Blutzuckererhöhungen und –erniedrigungen festgestellt. Daher sollte bei hypoglycämiefördernden Mitteln eine Dosisanpassung erfolgen.
goto top of page
Vorsichtsmaßnahmen
Bei Patienten mit Erkrankungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes, leichten bis mittelschweren Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten.
goto top of page
Pharmakokinetik
Absorption: Nach oraler Aufnahme wird Aceclofenac rasch resorbiert und erreicht eine maximale Plasmakonzentration nach 1-3h.
Verteilung: Plasmaproteinbindung: 99,7%
gut synovialgängig (ca. 60% der Plasmakonzentration)
Ausscheidung: Elimination zu 2/3 renal in Form von konjugierten Metaboliten
goto top of page
© Österreichische Schmerz Gesellschaft
CEDIP Franz Resatz GmbH
Webmaster:T-SIGN STUDIOS VIENNA