ASS/PARACETAMOL/ASCORBINSäURE
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Paracetamol
Ascorbinsäure
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Wirkmechanismus
Acetylsalicylsäure hat analgetische, antipyretische, antiphlogistische und thrombozytenaggregationshemmende Wirkung, da die Prostaglandinsynthese gehemmt wird.

Paracetamol wirkt gut analgetisch und antipyretisch jedoch nicht antiphlogistisch.
Die Kombination Acetylsalicylsäure und Paracetamol zeichnet sich durch eine Wirkungsverstärkung von mindestens 40% gegenüber Monotherapie aus.

Ascorbinsäure soll die natürlichen Abwehrkräfte steigern.
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Handelsnamen
Österreich Thomapyrin
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Brausetabletten)
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Indikationen
- Schmerzzustände (Kopf- und Gliederschmerzen)
- grippale Infekte und Fieber

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Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
- übermäßiger bzw. chronischer Alkoholgenuß
- Magen oder Darmstörungen
- genetisch bedingter Glucose-6-Phosphatdehydrogenasemangel
- letztes Schwangerschaftstrimenon, erstes Lebensjahr

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene und Kinder über 12 Jahren:
Einzeldosis: 1-2 Tabletten (1 Tablette entspricht 300 mg Acetylsalicylsäure, 200 mg Paracetamol, 300 mg Ascorbinsäure)
maximale Tagesdosis: 4 Tabletten
Kinder von 6–12:
Einzeldosis: 1 Tablette
maximale Tagesdosis: 3 Tabletten
Kinder von 3–6:
Einzeldosis: ½ Tablette
maximale Tagesdosis: 2-3 Tabletten
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Schwindel, Müdigkeit, Tinnitus
Atmung: AIA (aspirin-induced-asthma)
Magen-Darm-Trakt: Magenbeschwerden, okkulte gastrointestinale Blutungen
Leber und Pankreas: Längere Einnahmen von mehreren Gramm pro Tag führt zu schweren Leberschäden.
Blut: Verlängerung der Blutungszeit, Blutbildveränderung, Eisenmangelanämie,
Leukozytopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie
Haut: Hautausschläge, Juckreiz
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Interaktionen
Gerinnungs- und Thrombozytenaggregationshemmer: Wirkungsverstärkung
Corticosteroide: ulcerogener Effekt steigt
NSAR: Nebenwirkungsrate steigt
Sulfonylharnstoffe: Wirkungsverstärkung
Methotrexat: Methotrexatplasmaspiegel steigt
Diuretika: analget. Effekt nimmt ab
diuret. Effekt nimmt ab
Chloramphenicol: Eliminationsgeschw. nimmt ab
Metoclopramid: Resorption v. Paracetamol steigt
Salicylamid: Halbwertszeit v. Paracetamol verlängert (Kumulation!)
Leberenzyminduktoren: Lebertoxizität v. Paracetamol
(Barbiturate, Alkohol, Antiepileptika, steigt
Rifampicin)
α1-Agonisten: Hepatotoxizität steigt
Zidovudin: Glukuronkonjugation wird gehemmt
Antazida: analget. Effekt nimmt ab Antihypertensiva: antihypertensiver Effekt nimmt ab
Diuretika: analget. Effekt nimmt ab diuret. Effekt nimmt ab antihypertensiver Effekt nimmt ab
K-sparende Diuretika: Hyperkaliämie
Lithium: Toxizität steigt Plasmaspiegel steigt
Methotrexat: Toxizität steigt
Plasmaspiegel steigt
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Vorsichtsmaßnahmen
Bei Asthma Bronchiale, Analgetika-Intoleranz, Erkrankungen mit erhöhter Blutungsneigung,
Oxalurie, Leber- und Nierenschädigungen, im ersten und zweiten Schwangerschafstrimenon und während der Stillzeit sowie bei Kindern nach chirurgischen Eingriffen im Nasen-Rachen-Raum ist Vorsicht geboten.
nicht mit anderen NSAR kombinieren
Kinder und Jugendliche: Es wurden Einzelfälle des Reye-Syndrom im Zusammenhang mit Virusinfektionen durch Influenza-B-Viren und Windpocken beobachtet.
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Pharmakokinetik
Acetylsalicylsäure:
wird im Magen fast vollständig resorbiert und größtenteils zu Salicylat hydrolysiert
Wirkungseintritt nach ca. 20min
die Plasmahalbwertszeit beträgt 2-3h
Die Ausscheidung von Salicylat erfolgt frei und konjugiert über die Niere.

Paracetamol:
Paracetamol wird rasch und vollständig resorbiert
die Wirkung tritt nach 30-120 Minuten ein
Plasmahalbwertszeit beträgt 1-4h.
Paracetamol wird in der Leber metabolisiert und dabei als Glucuronid bzw. bei Kindern und Jugendlichen vorwiegend als Sulfat im Urin ausgeschieden.

Ascorbinsäure:
Ascorbinsäure wird vor allem in den oberen Abschnitten des Dünndarmes resorbiert.
Ascorbinsäure wird im Urin, zur Hälfte als Oxalat ausgeschieden
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Allgemeine Beurteilung
Verwendbar bei akuten, kurz dauernden Schmerzzuständen.
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