ASS/ASCORBINSäURE
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Ascorbinsäure
 
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Wirkmechanismus
Acetylsalicylsäure hat analgetische, antipyretische, antiphlogistische und thrombozytenaggregationshemmende Wirkung, da die Prostaglandinsynthese gehemmt wird.
Ascorbinsäure soll die natürlichen Abwehrkräfte steigern. Wegen der guten Verträglichkeit, der guten Löslichkeit und dem damit verbundenen raschen Wirkungseintritt wird die Kombination von Acetylsalicylsäure und Ascorbinsäure auch bei Migräne empfohlen.
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Handelsnamen
Österreich Adolorin, Ascorbisal, Aspirin+C, Aspro mit Vitamin C
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Tabletten, Hot-Drink, Brausetabletten, Brausegranulat)
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Indikationen
- schwache bis mittelstarke nozizeptive Schmerzen im allgemeinen
- schwache bis mittelstarke Schmerzen mit entzündlicher Komponente
- Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerzen, Migräne)
- Muskelskelettschmerzen
- Zahnschmerzen
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
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Kontraindikationen
absolut:
bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
akute perioperative Schmerzzustände, Asthma Bronchiale, floride Magen-Darm-Ulcerationen, unkontrollierte Hypertension, bestehende beträchtliche Nierenschädigung, bestehende Koagulopathie, bestehende starke Leberschädigung, im letzen Schwangerschaftstrimenon

relativ:
Pat. mit allerg. oder system. Erkrankungen, Pat. mit Autoimmunerkrankungen, Pat. mit Ulkusanamnese, Pat. mit bestehender ZNS-Dysfunktion, Pat. mit KHK

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Dosierung
Standarddosierung
Tabletten:
Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren:
Einzeldosis: 0,5–1 g Acetylsalicylsäure
maximale Tagesdosis: 3,0 g Acetylsalicylsäure
Kinder:
Einzeldosis: 0,5 g Acetylsalicylsäure

Brausetabletten:
Erwachsene:
Einzeldosis: 1–2 Brausetabletten
Eine max. Tagesdosis von 3000 mg sollte nicht überschritten werden.
Kinder 3-6 Jahre:
Einzeldosis: ½ Brausetablette
Kinder 7-12 Jahre:
Einzeldosis: 1 Brausetablette

Brausegranulat:
Erwachsene:
Einzeldosis: 1 Säckchen
maximale Tagesdosis: 2-3-Säckchen
Kinder: 12-15 Jahre:
Einzeldosis: 1 Säckchen
maximale Tagesdosis: 2 Säckchen
Für Kinder unter dem 12. Lebensjahr ungeeignet.

Hot drink: siehe Brausegranulat
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Kopfschmerzen, Schwitzen
ZNS: Schwindel, Seh- und Hörstörungen, Unruhe, zentrale Hyperventilation, Verwirrtheit, zentrale Pyrexie, zentrale Hypothermie, Koma
Herz und Kreislauf: Hypotension, Tachykardie
Atmung: AIA (aspirin-induced-asthma), Dysfunktion bis hin zur Atemdepression
Magen-Darm-Trakt: Nausea, Emesis, Inappetenz, Völlegefühl, okkulte und nichtokkulte Blutungen, Sodbrennen retrosternale Schmerzen, Blähungen
Leber und Pancreas: akute, chronische, reversible und irreversible Störungen und Funktionseinschränkungen
Niere und Blase: akute, chronische, reversible und irreversible Störungen und Funktionseinschränkungen
Blut: Agranuzytose, aplastische Anämie bei Patienten mit Glucose-6-Phosphatdehydrogenasemangel
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Interaktionen
Azida: analget.Effekt nimmt zu renale Clearence nimmt ab
Antazida: analget. Effekt nimmt ab renale Clearence nimmt zu
Aldosteronantagonisten: diuret. Effekt nimmt ab Natriurese nimmt ab
Antidiabetika (orale): hypoglycäm. Eff. nimmt zu Proteinbindung bzw.
Elimination. nimmt ab
Antihypertensiva: antihypertensiver Effekt Natrium + Wasser-
nimmt ab Retention steigt
Antikoagulantien (orale): Thromboz.-Aggr. nimmt ab Thromboxansyn. nimmt ab
hypothrombinäm. Effekt steigt Proteinbindung nimmt ab
Corticosteroide: ulcerogener Effekt steigt additive Wirkung
Digoxin: Plasmaspiegel steigt
Diuretika: analget. Effekt nimmt ab Na+Wasser-Retent. steigt
diuret. Effekt nimmt ab renale Clearence steigt
antihypertensiver Effekt nimmt ab
K-sparende Diuretika: Hyperkaliämie K-Retention steigt
Lithium: Toxizität steigt renale Clearence nimmt ab
Plasmaspiegel steigt
Methotrexat: Toxizität steigt renale Clearence
Plasmaspiegel steigt nimmt ab
Phenytoin: Plasmaspiegel steigt Plasmaproteinbindung sinkt
Urikosurika: analget. Effekt nimmt zu renale Clearence sinkt
urikosur. Effekt nimmt ab renale Clearence nimmt zu
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Vorsichtsmaßnahmen
Nicht empfehlenswert als Antirheumatikum (4000-6000mg notwendig)
Keine Indikation als Monotherapie bei starken Schmerzen
Nicht mit anderen NSAR kombinieren.
Bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Überempfindlichkeit gegenüber anderen Entzündungshemmern, chronischen wiederkehrenden gastrointestinalen Beschwerden und Asthma bronchiale ist Vorsicht geboten.
Bei Kindern und Jugendlichen mit Varicellen, sowie bei Verdacht auf Influenza A- oder B-Virusinfektionen ist Vorsicht geboten.
Darf Kindern unter 3 Jahren nur auf ärztliche Anordnung gegeben werden.
ASS sollte während der Schwangerschaft besonders im dritten Trimenon nur mit Vorsicht eingenommen werden.
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Pharmakokinetik
Acetylsalicylsäure:
Resorption: Acetylsalicylsäure wird überwiegend bereits im Magen resorbiert und vor allem in der Leber zu Salicylsäure enzymatisch hydrolysiert.
Proteinbindung: 50-70%
maximale Plasmakonzentration nach 0,25-1h
terminale β-Halbwertszeit: 0,25h
Ausscheidung: 85% renal, 15% biliär

Ascorbinsäure:
Ascorbinsäure wird vor allem in den oberen Abschnitten des Dünndarmes resorbiert.
Ascorbinsäure wird im Urin zu 50% als Oxalat ausgeschieden.
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Allgemeine Beurteilung
Verwendbar bei akuten, kurzdauernden Schmerzzuständen.
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