Akuttherapie:
– Gabe von
Gluccocorticoiden, z.B. 50 mg
Prednisolon täglich für 10 Tage, dann ausschleichen (
Cave: immunsupprimierte Patienten!)
– Lokalanästhetika wie
Procain,
Bupivacain etc. i.v.,
– s.c. Infiltration, Blockaden im peripheren Nervensystem.
– Einfache Analgetika sind ineffektiv, die Opioidwirkung ist nicht ausreichend untersucht.
– Maßgeblich ist die Gabe von Virostatika wie
Aciclovir (p.o. 5 x 200-800 mg/Tag bzw. i.v. 3 x 5-10 mg/kg Körpergewicht, 5-10 Tage Dauer oder
Famciclovir 3 x 500 mg/Tag über 5 Tage oder
Valaciclovir 3 x 1000 mg 3-6 Tage).
Durch Virostatika kommt es möglicherweise auch zur Prävention der postherpetischen Neuralgie.
Therapie der Neuralgie:
– Tricyklische
Antidepressiva, insbesondere
Amitriptylin 10-75 p.o. mg/Tag, aber auch
Desimipramin und
Maprotilin etc. sind wirksam.
– Antiepileptika, insbesondere
Carbamazepin (bis 1200 mg/Tag) und
Valproat (bis 1500 mg/Tag) werden häufig eingesetzt, keine übereinstimmend positiven Berichte; in letzter Zeit wird
Gabapentin favorisiert (bis 3600 mg p.o., gut verträglich und wirksam).
– Einfache Analgetika sind wirkungslos,
Opioide in der Therapie noch nicht endgültig gesichert, aber eine Therapieoption.
– Möglich ist ferner die systemische Verabreichung von Lokalanästhetika (
Lidocain 5 mg/kg Körpergewicht i.v.), NMDA-Antagonisten wie
Amantadin, eventuell auch
Baclofen 10-50 mg/Tag.
– Percutane Therapieversuche mit Lokalanästhetika und Capsaicinsalben (0,075%) werden zwar verwendet, haben sich aber nicht durchgesetzt.