– 1 - 3 % in der Allgemeinbevölkerung (Lebenszeitprävalenzen) weisen einen täglichen Gebrauch von Schmerzmitteln auf. Damit ist der Missbrauch von Schmerzmitteln häufiger als von Tranquilizern (Fritsche et al., 2000).
– Etwa 10 bis 21 % der Kopfschmerzpatienten weisen eine zu häufige Einnahme von Schmerz- und oder Migränemittel mit einem
Medikamenteninduzierten Kopfschmerz (MIKS) auf (Fritsche et al., 2000).
– Vor allem betroffen sind PatientInnen, die an einer Migräne oder einem Spannungskopfschmerz bzw. an einer Kombination gelitten haben (Haag et al., 1999).
– Von den Patienten, die sich in einem spezialisierten Zentrum einem Schmerzmittelentzug unterzogen, hatten 71 % primär eine Migräne ohne Aura, 11,4 % Migräne ohne Aura und Spannungskopfschmerz, 9,7 % Migräne mit/ohne Aura und 7,9 % primär einen episodischen Spannungskopfschmerz (Relja et al., 2004).
– PatientInnen die unter einem sogenannten "chronic daily headache (CDH)" leiden, haben in 25 bis 75 % einen Medikamenteninduzierten Kopfschmerz (Heinz et al., 1999).