KARPALTUNNEL-SYNDROM
 
Klinisches Bild (Symptome) Anamnese Diagnostik
Differentialdiagnose Therapie Links
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Klinisches Bild (Symptome)
Definition
Das Karpaltunnelsyndrom ist eine sehr häufige, meist chronische Kompressionsneuropathie des Nervus Medianus im Karpalkanal (bei seinem Durchtritt durch das Retinaculum flexorum).

Folge: Atrophie der Daumenballenmuskulatur sowie Sensibilitätsstörungen der Hohlhand und Finger 1-3 einschließlich der radialen Seite des 4. Fingers.

Klinik
Schmerzen besonders Nachts (Brachialgia parästhetica nocturna) charakterisieren das klinische Bild. Die Schmerzen können bis in den Oberarm ausstrahlen. Der Patient klagt neben den Schmerzen über Schwierigkeiten beim Fein,- und Spitzgriff sowie sensible Störungen (betreffen die ersten 3 ½ Finger palmar und die ersten 2 ½ Finger dorsal). Weiters kommt es zu Kraftverlust und Ungeschicklichkeit der betroffenen Hand. Zusätzlich können trophische Störungen (Thenararthrophie) auftreten.
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Anamnese
– Frauen häufiger betroffen (ab dem 5.Lebensjahrzehnt)
– Klimakterium
– schwere manuelle Arbeit
– führende Hand

Prädisponierende Faktoren:
– familiäre Häufung
– Polyneuropathien
– Sehnenscheidenerkrankungen
– Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus)
– Schwangerschaft
– Raumforderungen
– Frakturen
– Hämatome/Antikoagulantientherapie
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Diagnostik
Neben der Anamnese und dem klinischen Bild gibt es spezifische

Funktionstests:
– Phalen-Test (Palmarflexionstest)
– Flaschenzeichen (Abduktion des Daumens abgeschwächt)
– Hoffman-Tinel Zeichen (Auslösen von Parästhesien beim Beklopfen des N. medianus in Höhe des Handgelenkes)

Elektrodiagnostik (NLG):
– Motorische Latenz zum Thenar verlängert
– im distalen Segment sensible Leitgeschwindigkeit verzögert

Bildgebende Verfahren:
– Nativrönten,
– Ultraschall (zur Beurteilung der Sehnen,
– MRI (hohe Sensitivität)
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Differentialdiagnose
– Radikuläre Läsion (C6, C7, C8)
– Pronator teres Syndrom
– Rheumatische Erkrankungen
– Untere Plexusläsion
– Thoracic Outlet – Syndrom
– Reffered pain Acrimioklavikulargelenk
– Interscarpular vertebrales Syndrom
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Therapie
Konservativ
NSAR, Analgetika
– Infiltration mit Hydrocortison (cave: Sehenenruptur!)
– Handgelenksorthese in Neutralstellung, Nachtschiene
– Physiotherapie: Nervenmobilisation, Triggerpunktbehandlung (Flexoren), funktionelles Muskeltraining Haltungsschulung (HWS !)
– Impulsgalvanisation, Ultraschall

Operativ
– Offene Spaltung des Retinakulum (mit/ohne Neurolyse)
– Endoskopisch (z.B. nach Chow)
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Links
AKH-consilium/Handbeschwerden

AKH-consilium/Zervikalsyndrom



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Autor
Dr. Peter Machacek,
Abteilung für orthopädische Schmerztherapie,
Orthopädisches Spital Speising
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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