CHRONISCHE POLYARTHRITIS
 
Klinisches Bild (Symptome) Anamnese Diagnostik
Differentialdiagnose Therapie Alternativen
Links Handelspräparate aus dem Pharmaangebot Autor
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Synonyme
Rheumatoide Arthritis
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Klinisches Bild (Symptome)
– Synovitische Weichteilschwellung und Druckschmerzhaftigkeit mit symmetrischem Auftreten in den Fingermittel- oder –grundgelenken, den Handgelenken, Ellbogen, Knie, Sprunggelenken, Zehengrundgelenken
– Morgendliche Gelenksteife, subcutane Rheumaknoten, Nachweis des Rheumafaktors im Serum.
– Ohne immunmodulierende Behandlung in den meisten Fällen destruktiver Verlauf mit Knochenfraß (Erosionen) in den betroffenen Gelenken. Neben Schmerzen Gefahr der Gelenkszerstörung mit funktioneller Beeinträchtigung bis zur Invalidität und erhöhter Mortalität.
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Anamnese
Akuter oder langsam zunehmder Beginn der Gelenksschmerzen und Schwellungen, symmetrisches Auftreten von Gelenksschmerzen, zeitweise spontane Besserung der Symptomatik, meist progrediente Verschlechterung mit individuell unterschiedlichem Verlaufsmuster. Schliesslich funktionelle Einschränkungen und Behinderungen mit sozialer Beeinträchtigung.
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Diagnostik
– Klinisches Bild und Anamnese sind für die Diagnostik besonders der Frühformen ausschlaggebend.
– Darstellung der Synovitis mittels Ultraschall oder MR.
– Zumeist Erhöhung von Blutsenkungsgeschwindigkeit und C-reaktivem Protein.
– Rheumafaktornachweis und Antikörper gegen citrullinierte Proteine oder gegen das Histonprotein RA33 erhöhen die Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit der Diagnose, sind aber nicht immer positiv.
– Die rheumafaktor-negative Polyarthritis bedarf ebenso wie die rheumafaktorpositive unbedingt einer immunmodulierenden Basistherapie, um die Destruktionen zu vermeiden.
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Differentialdiagnose
– Undifferenzierte Oligoarthritis ("reaktive Arthritis")
– Lupus erythematodes
– Psoriasisarthritis und viele andere mehr.
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Therapie
– Möglichst früher (bereits bei wenige Wochen bestehender Synovitis) Beginn der Basistherapie: Methotrexat, Sulfasalazin, Leflunomid, (Nur mehr selten Chloroquin oder parenterale Goldsalze). Daueranwendung, bei Erfolg nicht absetzen!
Nicht mehr in Verwendung: D-Penicillamin, Auranofin
Bei Nichtansprechen (Dokumentation der Krankheitsaktivität ist mandatorisch!) TNF-Antagonisten (Etanercept, Infliximab, Adalimumab) oder IL-1 Antagonist (Anakinra).

Schmerztherapie:
NSAR incl. Coxibe, Paracetamol, Opioide

Unterbrechung von akuten Krankheitsschüben:
Corticosteroide (Prednisolon, Methylprednisolon)
Nicht mehr in Verwendung : ACTH

– Physikalische Therapieformen, Kältetherapie, Bewegungstherapie
– Ergotherapeutische Beratung

– Orthopädisch-operative Frühsynovektomie, andere ortopädische Operationen
– nicht-chirurgische Gelenksinnenhautverödung durch Radioisotopen (RSO) bei Aktivität in einzelnen Gelenken
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Alternativen
– Komplementär- und alternativmedizinische Ansätze dürfen nicht von der Verwendung der Basistherapie abhalten.
– Auch Phytopharmaka und indirekte, alternativmedizinische Immunmodulatoren sind nur adjuvant gerechtfertigt (Krallendorn, Bakterienextrakte, Enzymprodukte, Yoghurtzubereitungen etc.)

– Schulung der PatientInnen ist essentiell für die Krankheitsbewältigung
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Links
AKH-consilium/Rheumatoide Arthritis

Rheumanetz Österreich
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Autor
Univ.Prof. Dr. Winfried Graninger
Klinische Abteilung f. Rheumatologie
Medizinische Universitätsklinik Graz
Tel. +43-316-385-7779
Fax +43-385-7813
Auenbruggerplatz 15
A-8036 Graz, Austria
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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MMuskel- und Skelettsystem
M01Antiphlogistika und Antirheumatika
 M01ANichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika
 M01ABEssigsäure-Derivate und verwandte Substanzen
    Dedolor DRS Kapseln
(Astellas), Diclofenac, Dos.: siehe Fachinformation
    Deflamat DRS Kapseln
(Astellas), Diclofenac, Dos.: siehe Fachinformation
    Deflamat Kapseln, Suppositorien, Ampullen
(Astellas), Diclofenac, Dos.: siehe Fachinformation
    Deflamat retard Kapseln
(Astellas), Diclofenac, Dos.: siehe Fachinformation
    Neodolpasse Infusionslösung
(Fresenius-Kabi), Diclofenac/Orphenatrin, Dos.: siehe Fachinformation
    Dolpasse retard Filmtabletten
(Fresenius-Kabi), Diclofenac/Orphenatrin, Dos.: siehe Fachinformation
    Dolpasse Infusion
(Fresenius-Kabi), Diclofenac/Orphenatrin, Dos.: siehe Fachinformation
    Voltaren Filmtabletten 25mg und 50mg
(Novartis), Diclofenac, Dos.: siehe Fachinformation
    Voltaren retard 100mg
(Novartis), Diclofenac, Dos.: siehe Fachinformation
    Voltaren rapid 50mg Dragees
(Novartis), Diclofenac, Dos.: siehe Fachinformation
    Voltaren Injektionslösung
(Novartis), Diclofenac, Dos.: siehe Fachinformation
    Voltaren 50mg Zäpchen für Erwachsene
(Novartis), Diclofenac, Dos.: siehe Fachinformation
 M01AEPropionsäure-Derivate
    Seractil 200mg und 300mg Filmtabletten
(Gebro), Dexibuprofen, Dos.: siehe Fachinformation
    Seractil forte 400mg Filmtabletten
(Gebro), Dexibuprofen, Dos.: siehe Fachinformation
 M01CSpezifische Antirheumatika
 M01CDImmunsuppressiva
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NZentrales Nervensystem
N02Analgetika
 N02AOpioide
 N02ABPhenylpiperidin-Derivate
    Fentanyl "Hexal" Depotpflaster 25µg/h und 50µg/h 5 Stück
(Hexal), Fentanyl, Dos.: siehe Fachinformation
    Fentanyl "Hexal" Depotpflaster 75µg/h und 100µg/h 5 Stück
(Hexal), Fentanyl, Dos.: siehe Fachinformation
    Fentanyl "Hexal" 12µg/h und 25µg/h transdermales Matrixpflaster 5 Stück
(Hexal), Fentanyl, Dos.: siehe Fachinformation
    Fentanyl "Hexal" 50µg/h,75µg/h und 100µg/h transdermales Matrixpflaster 5 Stück
(Hexal), Fentanyl, Dos.: siehe Fachinformation
 N02AXAndere Opioide
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 N02BAndere Analgetika und Antipyretika
 N02BEAnilide
    Dolomo Tabletten
(Astellas), Paracetamol, Coffein, ASS, Dos.: siehe Fachinformation
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