Für den sogenannten
3 in 1 Block ist die
Regio subinguinalis mit dem dort verlaufenden
N. femoralis von großer Bedeutung. Die Blockade dieses Nerven in dieser Region erreicht in weiterer Folge auch den
N. cutaneus femoris lateralis und den
N. obturatorius. Alle drei Nerven entstammen dem
Plexus lumbalis (Th12-L4).
Zur Orientierung in dieser Region dient die immer tastbare
Spina iliaca anterior superior. Von dort weg erstreckt sich das
Lig. inguinale bis zum Tuberculum pubicum. Das Leistenband ist bei beleibteren Personen nicht mit der oberflächlich zu sehenden Leistenbeuge gleichzusetzen, sondern ist dann immer weiter cranial zu ertasten. Caudal des Lig. inguinale findet sich die Regio subinguinalis, welche eine Teilregion des Trigonum femorale ist, und sich nur auf das Einzugsgebiet der dort befindlichen Gebilde beschränkt. Als laterale Grenze ist der von der Spina iliaca anterior superior entspringende
M. sartorius, der bei mageren Personen sehr gut sichtbar ist, anzusehen.
Unter dem Leistenband befinden sich im medialen Teil die
Lacuna vasorum, durch welche die A. und V. femoralis zur unteren Extremität ziehen. Der Puls der lateral der Vene liegenden
A. femoralis ist hier sehr gut tasbar. Unter dem lateralen Teil des Lig. inguinale befindet sich die
Lacuna musculorum, die von der Lacuna vasorum durch den
Arcus iliopectineus getrennt ist. Durch die Lacuna musculorum ziehen der M. iliopsoas und der zwischen den beiden Teilen des Muskels bereits aufgefächerte
N. femoralis (L1-L4).
Der N. femoralis liegt dabei von der dicken Fascia iliopsoica bedeckt, sodaß sich hier eingebrachte Flüssigkeiten bis zum Ursprung des M. psoas major ausbreiten können. Zu erwähnen sei hier, dass die den M. sartorius innervierenden Äste des N. femoralis vom Hauptstamm durch septenartige Bindegewebsverdichtungen getrennt sein können. Um das Ballotement patellae auszulösen, muss man dann gegebenenfalls die Nadel noch ein wenig tiefer führen. Knapp unter der Spina iliaca anterior superior betritt der
N. cutaneus femoris lateralis (L2-L3) die Vorderseite des Oberschenkels. Der
N. obturatorius (L2-L4) zieht als einziger Ast des Plexus lumbalis durch das kleine Becken und betritt nach Durchsetzten des Canalis obturatorius die Muskelgruppe der Adduktoren.