Ziel dieser Blockade ist es, den aus den Segementen C5- Th1/2 kommenden
Plexus brachialis sehr kurz nach seinem Austritt aus der Wirbelsäule zu erreichen.
Die ventralen Äste der Rückenmarkssegmente verlaufen in Form der
Trunci superior (aus C5 und C6),
medius (C7) und
inferior (C8 und Th1) des Plexus brachialis durch die
hintere Scalenuslücke, betreten die seitliche Halsregion und streben dem Arm zu.
Sehr wichtige und gut tastbare Orientierungshilfen sind der Hinterrand des
M. sternocleidomastoideus und die
Cartilago thyroidea mit der direkt darunter befindlichen
Cartilago cricoidea. Der Ringknorpel projiziert sich dabei auf die Höhe des sechsten Halswirbel, der an seinem Querfortsatz das sehr stark ausgebildete
Tuberculum anterius oder auch
caroticum hat.
Das Tuberculum caroticum bildet gleichzeitig das untere Ende des Ursprungesfeldes des
M. scalenus anterior. Dieser Muskel zieht nach caudal und bildet die hintere Grenze der
vorderen Scalenuslücke. Durch diese Lücke, deren vordere Abgrenzung der M. sternocleidomastoideus ist, ziehen neben der
V. subclavia als größtes Gebilde noch einige andere Gefäße in die seitliche Halsregion.

Wichtiger hingegen ist die
hintere Scalenuslücke, deren hintere Wand der M. scalenus medius bildet und die nach caudal an der Costa prima ihr Ende findet. Durch die gesamte Ausdehnung des Spaltes tritt der
Plexus brachialis hindurch. Ebenso durchläuft die
A. subclavia die hintere Scalenuslücke. Sie ist dicht an deren unteren Grenze, welche durch die Costa prima gebildet wird zu finden. Eingehüllt werden die Gebilde von der derben
Fascia cervicalis profunda, die auch die tiefen Halsmuskel umscheidet.
Medial der Scalenuslücken befindet sich die sehr wichtige tiefe Halsregion, durch die zahlreiche Gebilde verlaufen, das
Trigonum scalenovertbrale, dessen laterale Begrenzung der M. scalenus anterior ist. Zu tiefes Vorstoßen der Nadel kann unter anderem die dicht vor dem Tuberculum caroticum aufgelagerte
A. carotis communis gefährden. Tiefer in der Region versteckt zieht die aus der A. subcalvia stammende
A. vertebralis, die dicht medial von der hinteren Scalenuslücke nach cranial verlauft und im Foramen transversarium des sechsten Halswirbel verschwindet. Eng an diese großen Gefäße angelagert zieht der Truncus sympathicus durch dieses tiefe Halsdreieck, wobei das Ggl. cervicothoracicum sive stellatum sich direkt vor den Hals der Costa prima legt. Zuletzt sei noch der
N. phrenicus erwähnt, der dem M. scalenus vorne aufliegt und von seiner Muskelfaszie umhüllt wird.